Servopumpe undicht, überholen oder neue einbauen ?

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Getriebeschrauber
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Servopumpe undicht, überholen oder neue einbauen ?

Beitrag von Getriebeschrauber »

Hallo zusammen,

hab mich schon länger gefragt warum der Gute beim Lenken immer "ruckelt", hab nun bei der letzten Sichtung gesehen das er an der Servopumpe undicht ist:

Bild

Es gibt ja auch Reperatursätze (Wellendichtring, O-Ringe etc.) für die Servopumpe.

Hat jemand mit der Überholung der Servopumpe schon erfahrungen gemacht ? Oder ist es einfacher die Servopumpe komplett zu erneuern ?

Als wie schon erwähnt "ruckelt" es beim Lenken (Öl ist genug im Behälter), ich glaub das die Servopumpe generell hinüber ist, und getauscht werden sollte. Was meint ihr.... :?:
Gruss Josef

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anncarina
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Beitrag von anncarina »

Das ruckeln liegt sicher nicht an dem bisschen schwitzen.
Das kommt eher von steinaltem Öl mit Luft in der Lenkung.
Öl wechseln und gut entlüften.
Pumpe lieber komplett überholt kaufen und nicht die billigste nehmen.
www.anncarina.de
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Geht nicht? Gibt's nicht!
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Getriebeschrauber
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Beitrag von Getriebeschrauber »

An dem Auto ist so einiges steinalt.... Benzinfilter aus dem Jahr 2004, der Keilriemen ist wahrscheinlich auch aus dem letzten Jahrzent.... :o :(

Muss ich alles noch erneuern !

Wie geht das mit dem entlüften, bzw. wo mach ich das :?:
Gruss Josef

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Reiner
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Beitrag von Reiner »

Hallo,
der Explorer entlüftet sich in dem Fall fast von selbst.Einfach im Stand bei laufendem Motor ein paar mal die Lenkung von rechts nach links,oder auch von links nach rechts drehen,und die Luft ist raus :wink:

Gruß Reiner
Ehemals 96'er Explorer OHV 4x4,sowie 97'er Explorer SOHC 4x4 mit Gasanlage KME Diego.
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Wanne V8
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Beitrag von Wanne V8 »

Nicht gleich die Pumpe wechseln, nur weil eine Dichtung nicht mehr ganz dicht ist.

Lieber das Öl der Servolenkung zum durchspülen mehrfach wechseln, Ölverlust Stopper mit ins Öl geben, nach etwa einer Woche sollte die Dichtung wieder dicht sein.

Den Ölverlust Stopper gibt es speziell für Lenkgetriebe und kostet bei Mike & Franks 6,38 Euro. Halbes Gebinde einfüllen reicht, wenn es nach einer Woche nicht dicht ist, dann die zweite hälfte auch noch nachgießen. Suchbegriff im Shop: Dichtmittel gegen Öllecken

Zum Öl wechseln den Vorratsbehälter leer machen (Absaugpumpe, große Spritze, große Absaugspritze für Ölwechsel) und mit frischen Öl befüllen, dann den Motor Laufen lassen und die Lenkung mehrfach betätigen. Den Vorgang mehrere male wiederholen. Zum ordentlichen Durchspülen sollte man mindestens 1,5 Liter frisches ATF Öl nutzen, eventuell auch mehr.

Bleibt das Öl nach 3-4 Wechselvorgängen schon sauber, dann eine Probefahrt machen und danach das Öl noch mal wechseln und den Behälter zusammen mit dem halben Gebinde Ölverlust Stopper auffüllen. Die Undichtigkeit an der Servopumpe ordentlich mit Bremsenreiniger reinigen und dann über die Tage hinweg beobachten. Normalerweise ist das Thema nach 5 Tagen bis einer Woche dauerhaft erledigt.

Wichtig, das Öl der Servolenkung muss warm werden damit das Additiv in die Neopren Dichtung eindringen kann, um diese wieder weich zu machen. Kippt man das Zeug nur in den Behälter und lässt den Wagen dann stehen wird kein Erfolg eintreten! Die Erfolgsrate liegt bei mindestens 90%, es sei denn das die Lager in der Pumpe ausgewaschen sind, so einen Mängel kann man mit einem Additiv natürlich nicht beseitigen.

Keine Ahnung, andere Meinung, generell keine Additive ins Öl weil man es ja eh nicht machen sollte, andere wollen dir das ausreden aus dem Grund X .. Y. Kein Problem, ist ja dein Auto und deine Kosten und du kannst das machen was du für richtig hältst! Ich hingegen weiß wovon ich rede und ich habe jede menge Erfahrungswerte. Ich habe immer alles dicht bekommen ohne Teile zu wechseln, egal ob Motor, Getriebe, Achsen, Lenkung. Ich verwende die Additive bei jedem Ölwechsel und hatte noch nie Probleme, egal ob Neuwagen, oder Gebrauchtwagen mit weit über 200.000km auf dem Tacho. Bei mir ist dauerhaft alles dicht, bei jedem Fahrzeug und an jeder Komponente die Öl enthält und undicht werden kann!

Nicht vergessen, es dauert eine gewisse Zeit bis die Wirkung einsetzt, bis zu einer Woche ist normal! Das gilt natürlich auch für andere Dichtungen, zum Beispiel am Motor, oder am Getriebe.

Das Ruckeln in der Lenkung kann durch den ganzen alten Dreck im Öl entstehen und weil das Öl eben mit Sicherheit bereits deutlich überaltert ist. Die Lamellen der Flügelpumpe können durch den Dreck und das alte Öl teilweise verklebt sein, dass führt dann zu einem ruckeln, weil die Pumpe keinen gleichmäßigen Öldruck liefert. Aber nach dem durchspülen sollte das Problem eigentlich beseitigt sein, den frisches AFT Öl hat eine extrem gute Reinigungswirkung! Eine Riechprobe am alten Öl gibt auch Aufschluss über dessen Zustand, riecht das Öl ranzig, alt und gammelig und zudem deutlich nach Kork, dann wird es für einen Wechsel aller höchste Zeit!

Das Zeug hier benötigst du, wobei die Aufkleber auch schon mal anders aussehen können, denn bei den älteren Verpackungen war auf der Vorderseite der Verpackung noch ein Lenkrad mit abgebildet gewesen.


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dirk68
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Beitrag von dirk68 »

Pumpe raus, Riemenrad runter und Dichtring mit so wenig wie möglich Beschädigung rausholen. Geht das nicht, Pumpe zerlegen. Das ist zwar mehr Arbeit, aber du kannst dir das Teil von innen ansehen, ob sie sonst noch i.O. ist. Auf dem Dichring steht die Größe meist drauf, sonst Außerndurchmesser, Innendurchmesser und Dicke messen. Neu Bestellen und Einbauen. Das Dichtmittel kannst du dir dann schenken. Alles mit neuem Öl gut mehrfach durchspülen und dann auffüllen.
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Getriebeschrauber
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Beitrag von Getriebeschrauber »

Ok, vielen Dank erstmal für eure ausführlichen Tipps :D

Ich werde jetzt erstmal aus Zeitgründen das mit dem Additive versuchen (Interessiert mich selber ob das funktioniert, hab sowas noch nie verwendet), ansonsten muss ich heit die Pumpe ausbauen und abdichten (Es gibt ja dazu alle Dichtung als Reparatursatz z.B. auf rockauto.com), kein Problem für mich 8)

Kann ich als ATF-Öl auch das vom Automatikgetriebe nehmen, also das nach Mercon V Spezifikation :?:, davon hab ich nämlich noch einiges auf Lager….. :wink:
Gruss Josef

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dirk68
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Beitrag von dirk68 »

In die Servolenkung kommt normaler Weise ATF II. Ist billiger.
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Wanne V8
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Beitrag von Wanne V8 »

Hallo Getriebeschrauber!

Es wird funktionieren, so wie Additive auch in anderen Bereichen grundsätzlich funktionieren. Ein Motor muss nicht vom austretenden Öl triefend nass sein, eine Getriebe braucht nicht an den Dichtungsringen Öl verlieren. Man muss dem Additiv nur einige Tage Zeit geben um zu funktionieren, von jetzt auf gleich innerhalb eines Tages geht so was natürlich nicht! Diese Additive funktionieren aber nur bei Dichtungen auf Neopren Basis, bei Korkdichtungen hat man damit logischerweise keinen Erfolg!

Die Dichtungen an der Kurbelwelle, Ventilschaftdichtungen, Dichtungen am Getriebe an der Eingangswelle hinter dem Drehmomentwandler und an der Getriebe Ausgangswelle, aber auch die Dichtungen in der Servolenkung und an den Achsen sind im allgemeinen auf Neopren Basis und genau hier funktionieren diese Zusätze.

Ich nutze solche Zusätze seit fast 30 Jahren mit grundsätzlichem Erfolg. So lange eine Dichtung nicht mechanisch beschädigt ist funktioniert es normalerweise. Grenzwertig wird es nur wenn die Dichtungslippe von einem Radial Dichtring bereits soweit abgenutzt ist, dass selbst die 1/10mm Quellrate nicht mehr für eine zuverlässige Abdichtung ausreicht. Das merkt man spätestens dann wenn die Dichtung nicht nach spätestens ein bis zwei Wochen wieder vollkommen dicht ist.

Das Mercon V ATF Öl kannst du auch nutzen, vor allem wenn du davon noch einiges da hast. Normalerweise reicht aber einfaches ATF II oder III Öl. Das Lenkgetriebe und die Pumpe stellen keine sehr großen Ansprüche, Mercon V hat sehr gute Reinigungseigenschaften und wird die Verunreinigungen, vor allem auch aus den Pumpenflügeln, gut abwaschen.

Was halt wichtig ist wäre die Sache mit dem mehrfachen durchspülen das System, man muss also bei laufendem Motor die Lenkung 2 - 3 mal bis zum Anschlag hin und her bewegen, oder man fährt jeweils eine 5 Minuten Runde. Fahren ist natürlich besser, unter der Voraussetzung das dabei auch ordentlich gelenkt werden muss!

Gewechselt wird so oft bis das aus dem Behälter abgesaugte Öl weitestgehend sauber bleibt. Ist der Vorratsbehälter von innen stark verschmutzt, dann kann man diesen mit einem fusselfreien Lappen und Bremsenreiniger ausputzen. Der Schmodder im Behälter würde andernfalls nur erneut das frisches Öl verschmutzen.

Erst beim letzten Durchgang wird die halbe Flasche von dem Additiv in den Behälter gegeben und der Rest mit ATF aufgefüllt. Erst wenn danach noch relativ viel Öl verloren geht kommt der Rest der Flasche auch in den Behälter, geringen Ölverlust kann man mit normalen ATF ergänzen.

@dirk68
Das Zeug ist ja eigentlich kein Dichtmittel, es setzt also keine Öffnungen zu, oder hat andere Eigenschaften so wie zum Beispiel Kühlerdicht es haben würde. Genau genommen ist es eine chemische Keule die nichts anderes macht als dafür zu sorgen das die Neopren Dichtung wieder weich wird und sich dabei geringfügig ausdehnt. Die Ausdehnung der Dichtungslippen liegt im 1/10mm Bereich. Man kann beispielsweise auch eine alte (oder eine zu lange gelagerte) ausgehärtete Dichtungen einige Tage in so ein Additiv legen, sie wird dann wieder weich und geschmeidig. Schon mal ausprobiert?

Pumpe raus, Dichtung raus, Abmessung ermitteln, bestellen, eventuell lange drauf warten ....... na wenn du ein weiteres Fahrzeug zum überbrücken des Ausfallzeitraum hast, dann mag das möglicherweise gehen.

Wenn die Tipps nicht weiter helfen und die Pumpe weiterhin Zicken macht, dann sollte man sich nach eine kompletten Pumpe umschauen, möglicherweise auch nach einer überholten, sollte man keine gut erhaltene gebrachte Pumpe bekommen. Leider kann ich zu den Preisen für einen Explorer nicht viel sagen, weil ich mich damit nicht beschäftige. Eine generalüberholte Pumpe habe ich für 71,90 Euro bei ebay gefunden, eine gebrauchte ab 49,90 Euro. Ob die aber bei dir passen musst du schon selber schauen.
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dirk68
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Beitrag von dirk68 »

Bei vielen Dichtringen, die ich gewechselt habe, lag es nicht an der Aushärtung sonder an der innen liegenden Feder. Die ließ nach oder war gerissen. Dann nützt das Additiv nicht. Es macht ausgehärtete Dichtingen wieder weich, so daß sie sich der Form wieder vollständig anpassen. Ist die Feder hin, hilft das nicht. Das Problem ist, daß man das erst sieht, wenn die Welle raus ist. Dann kann ich den Ring auch austauschen. Ich bin nicht grundsätzlich gegen das Zeug. Bei Flächendichtungen ist es eine gute Alternative ebenso wie Kühlerdichgt bei einem kleinen Haarriss im Kühler. Bei Wellendichtungen tausche ich besser aus. Ich habe auch schon aus der Not, da der falsche Ring geliefert wurde und icch den Wagen brauchte, den Holraum innen bei defekter Feder mit Silikon aufgefüllt. Diese übernimmt dann die Funktion der Feder, wenn man die Welle wieder reinsteckt und dichtet an. Das ist aber nur eine Notlösung.
Das Zeug benutzen die Amis auch um die Kopfdichtung ölseitig abzudichten.
Wie lange das hält, zeigen sie auf auf der Tube nicht.
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Wanne V8
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Beitrag von Wanne V8 »

Ein nachlassender Federzug ist noch nachvollziehbar, gebrochene Federn habe ich bisher noch keine gehabt. Wenn die Feder hinüber ist, dann hilft natürlich kein Additiv weiter, da muss zwangsläufig was neues verbaut werden.

Manchmal bekommt man die Wellendichtringe ohne große Probleme ausgebaut, da kann es auch weiter helfen wenn man die Feder ein wenig kürzt. Die Federn sind an einem Punkt zusammen gedreht wie ein Gewinde, dort kann man den Federring auch öffnen. Schneidet man etwa 1 cm ab, dann erhöht man den Druck auf die Welle. Sinnvoll ist das nur als Notlösung, denn der erhöhte Druck auf der Welle kann wohlmöglich auch zum einlaufen der Welle führen, dann hat man an der Stelle wo die Dichtungslippe sitzt später möglicherweise eine Vertiefung im Material. Wenn selbst neue Simmerringe schnell undicht werden, dann hat es bei mir oft geholfen bereits beim neuen Simmerring die Feder ein kleines Stück zu kürzen.

Das mit den Kopfdichtungen klappt nur wenn am Öldurchlass zusätzlich ein Neopren Dichtring vorhanden ist. Teilweise werden diese Dichtungsstellen im Siebdruckverfahren aufgebracht und selbst da kann so ein Additiv zu einer dauerhaften Abdichtung führen. Wenn es klappt kann man eine menge Kosten einsparen, klappt es nicht kommt man um einen Austausch nicht herum. Aber auch hier muss man Geduld haben und dem Zeug einige Tage Zeit geben um zu wirken!

Im US Car Bereich gibt es auch wesentlich wirkungsvollere Additive, die meistens nicht mit den "Wässerchen" deutscher Anbieter vergleichbar sind. Der Hintergrund ist zum Beispiel die Umweltverträglichkeit der Inhaltsstoffe und es gab früher auch Proteste von Fahrzeugherstellern, die wollten diese Mittel auf dem deutschen Markt verbieten lassen, weil sie ja schließlich Geld mit Reparaturen verdienen wollten.

Wirkungsvolle Additive gibt es viele, zum Beispiel auch solche die Kohlenstoffablagerungen im Motor chemisch aufbrechen und abwaschen. Diese Additive arbeiten wirklich wirkungsvoll, wenn man sie richtig anwendet. Aber auch hier ist es so das viele deutsche Hersteller nur halbherzige Mittel im Angebot haben und auch hier kommen die richtigen Kracher eher aus dem US Car Bereich.

VW hatte ja viele Probleme mit dem TFSI Motor gehabt, weil da im Kolben die Öffnungen an den Öl Abstreifringen zu klein waren und sich im Zusammenspiel mit den Long Live Ölen und den ewig langen Wechselinterfallen mit steinharten Kohlenstoff Ablagerungen zugesetzt haben. Die Motoren soffen Öl ohne Ende, aber keiner wollte eine Lösung nennen, obwohl sie doch simpel und einfach war. Ölspülung ins Öl, 20 Minuten laufen lassen, altes Öl raus, billiges Öl rein, warm fahren, wieder Additiv ins Öl, halbe Stunde laufen lassen und schon wird aus dem frischen Öl rabenschwarzes Altöl das obendrein auch durch die abgewaschenen Kohlenstoffablagerungen nun wunderschön glitzern, so als hätte man jede Menge Graphit ins Öl gekippt. Nach dem Spülvorgang den Ölfilter wechseln, frisches normales Öl rein, weg vom Long Live Öl Gedanken und regelmäßige Ölwechsel machen und das Problem kam nie wieder zurück. Der Vorgang klappt aber nur wenn man für den zweiten Durchgang frisches Öl einfüllt, denn das verbrauchte Öl im Motor ist nicht in der Lage weitere Verunreinigungen aufzunehmen.

Falls jetzt einer behauptet das klappt nicht, nun ja ich habe das Gegenteil in meinem Bekanntenkreis mehrfach erlebt. Vorher 1 Liter Ölverbrauch auf 700 - 800 km, nach der Behandlung je nach Fahrweise etwa 1 Liter auf 7.000 - 9.000 km. Damit der Ölverbrauch nicht wieder zurück kommt muss man natürlich seine Gewohnheiten ändern, vor allem in Bezug auf die Ölsorten und vor allem darauf wie lange man das alte Öl im Motor belässt. Nach 30.000 km ist ein Öl nun mal gesättigt mit allen möglichen Fremdstoffen die da nicht hinein gehören und das die sich absetzten können ist ja wohl nicht verwunderlich.

So lange man es nicht versucht gilt auch in diesem Bereich der Hinweis das jeder selbst für seine bestehenden Probleme und seine Kosten zuständig ist. Da hilft es auch nicht zu jammern, da muss man halt handeln und es bringt in jedem Fall einen Erfolg. Nur mit den zum Teil nur wenig wirksamen Additiven kommt man da nicht weiter, auch hier wird die chemische Keule benötigt!

Ich habe mal zwei Produkte als Bild mit hinzu gefügt, bessere Erfahrungen habe ich mit Motor-Fit gemacht. Wichtig bei den Produkten ist der waschaktive Anteil von 2-Butoxyethanol, denn dieses Zeug sorgt zusammen mit den Petroleum Destillaten und dem Kerosin dafür, dass die Ablagerungen chemisch aufgebrochen und abgewaschen werden. Dabei haben Petroleum und Kerosin alleine nur eine abwaschende Wirkung, erst durch das 2-Butoxyethanol wird das Zeug auch bei steinharten Ablagerungen wirklich wirksam. 2-Butoxyethanol ist genau genommen ein Lösungsmittel, welches manchmal auch in der Farbindustrie zum Einsatz kommt.

Ausschlaggebend ist auch die verwendete Menge vom Additiv, ich schütte bei einem Reinigungsdurchgang jeweils 1 Liter aus dem 2 Liter Kanister, beziehungsweise eine komplette 0,887 Liter Plastikpulle in den Motor. Wobei die Verbleibzeit von nur 5 Minuten zu 15 Minuten natürlich auch einen entscheidenden Vorteil bringen. Die Zeit kann man auch verlängern, ich belasse es meistens bei 20 Minuten mit Leerlaufdrehzahl, wobei ich natürlich auf die Geräusche vom Motor achte. Selbst Verunreinigungen aus Hydro Stößeln werden auf diesem Weg entfernt, die Motoren laufen dann nach der Anwendung seidenweich, man spürt einen deutlichen Unterschied, auch bei der Durchzugskraft! Nur saubere Motoren haben ein langes Leben, dafür muss man halt was tun, dann sind im US Car Bereich auch Laufleistungen weit jenseits der 500.000 km Grenze meistens überhaupt kein Problem!

Falls jemand beim lesen vom Text auf dem Blechkanister nur Spanisch versteht, na ja da braucht man sich keine Gedanken machen, dass ist spanisch.


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Beitrag von ius »

Wanne V8 hat geschrieben: Falls jemand beim lesen vom Text auf dem Blechkanister nur Spanisch versteht, na ja da braucht man sich keine Gedanken machen, dass ist spanisch.

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Umso interessanter der Vermerk unter "fabricado por"... ;)
1997er Explorer II SOHC Automatik mit KME Diego Gasanlage, Edelstahl-Sportauspuff 'by anncarina'

ehemals:
1998er Explorer II SOHC Automatik mit Prins Gasanlage, Edelstahl-Sportauspuff 'by anncarina', BrownWireMod
1996er Explorer II OHV Automatik mit Prins Gasanlage, Kaltlaufregler, D4 schadstoffarm
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Wanne V8
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Beitrag von Wanne V8 »

Na ja, interessant ist der Vermerk schon, aber selbst der Link bringt nicht viel, die Webadresse gibt es nicht mehr.

2 Liter Gebinde gibt es anscheinend auch nicht auf dem deutschen Markt, sondern nur kleine 330 ml Gebinde und wohl auch welche mit 400 ml, die sind aber viel zu teuer. Ich habe von den 2 Liter Gebinden im April 2017 einen größeren Restbestand gekauft, da kostete der 2 Liter Kanister 18,45 Euro.

Aktuell bietet der Verkäufer nur noch Diesel-Fit als 2 Liter Gebinde im 3er Pack an, für sagenhafte 34,80 Euro, ein Kanister also für 11,60 Euro. Nur mit Diesel-Fit kann man leider bei einem Benziner nicht viel anfangen. Der Text auf diesen Kanistern ist auch in spanisch verfasst.

Hätte ich gewusst das die Quelle versiegt, dann hätte ich damals noch wesentlich mehr davon gekauft. Jetzt ist es leider zu spät dafür.
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Beitrag von Getriebeschrauber »

Moin zusammen,

hab gestern das Öl von der Servopumpe abgepumpt, das abgesaugte Öl hatte ne Konsistenz von altem Motoröl und hat gestunken wie eine verweste Maus…… :shock:

Im Vorratsbehälter war auch noch so „schwarze Schlacke“ drin, konnte aber leider nicht alles entfernen.

Hab jetzt neues ATF-Öl aufgefüllt, jetzt „ruckelt“ es zumindest nicht mehr.

Dichtmittel gegen Öllecken hab ich mir jetzt auch bei M&F bestellt, Rückinfo folgt noch…..
Gruss Josef

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Beitrag von Wolfgang G. »

Bei diesem Geruch hat wohl jemand vorher dickes Hypoidöl eingefüllt.

Gut spülen! :wink:

Wolfgang
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