Ein nachlassender Federzug ist noch nachvollziehbar, gebrochene Federn habe ich bisher noch keine gehabt. Wenn die Feder hinüber ist, dann hilft natürlich kein Additiv weiter, da muss zwangsläufig was neues verbaut werden.
Manchmal bekommt man die Wellendichtringe ohne große Probleme ausgebaut, da kann es auch weiter helfen wenn man die Feder ein wenig kürzt. Die Federn sind an einem Punkt zusammen gedreht wie ein Gewinde, dort kann man den Federring auch öffnen. Schneidet man etwa 1 cm ab, dann erhöht man den Druck auf die Welle. Sinnvoll ist das nur als Notlösung, denn der erhöhte Druck auf der Welle kann wohlmöglich auch zum einlaufen der Welle führen, dann hat man an der Stelle wo die Dichtungslippe sitzt später möglicherweise eine Vertiefung im Material. Wenn selbst neue Simmerringe schnell undicht werden, dann hat es bei mir oft geholfen bereits beim neuen Simmerring die Feder ein kleines Stück zu kürzen.
Das mit den Kopfdichtungen klappt nur wenn am Öldurchlass zusätzlich ein Neopren Dichtring vorhanden ist. Teilweise werden diese Dichtungsstellen im Siebdruckverfahren aufgebracht und selbst da kann so ein Additiv zu einer dauerhaften Abdichtung führen. Wenn es klappt kann man eine menge Kosten einsparen, klappt es nicht kommt man um einen Austausch nicht herum. Aber auch hier muss man Geduld haben und dem Zeug einige Tage Zeit geben um zu wirken!
Im US Car Bereich gibt es auch wesentlich wirkungsvollere Additive, die meistens nicht mit den "Wässerchen" deutscher Anbieter vergleichbar sind. Der Hintergrund ist zum Beispiel die Umweltverträglichkeit der Inhaltsstoffe und es gab früher auch Proteste von Fahrzeugherstellern, die wollten diese Mittel auf dem deutschen Markt verbieten lassen, weil sie ja schließlich Geld mit Reparaturen verdienen wollten.
Wirkungsvolle Additive gibt es viele, zum Beispiel auch solche die Kohlenstoffablagerungen im Motor chemisch aufbrechen und abwaschen. Diese Additive arbeiten wirklich wirkungsvoll, wenn man sie richtig anwendet. Aber auch hier ist es so das viele deutsche Hersteller nur halbherzige Mittel im Angebot haben und auch hier kommen die richtigen Kracher eher aus dem US Car Bereich.
VW hatte ja viele Probleme mit dem TFSI Motor gehabt, weil da im Kolben die Öffnungen an den Öl Abstreifringen zu klein waren und sich im Zusammenspiel mit den Long Live Ölen und den ewig langen Wechselinterfallen mit steinharten Kohlenstoff Ablagerungen zugesetzt haben. Die Motoren soffen Öl ohne Ende, aber keiner wollte eine Lösung nennen, obwohl sie doch simpel und einfach war. Ölspülung ins Öl, 20 Minuten laufen lassen, altes Öl raus, billiges Öl rein, warm fahren, wieder Additiv ins Öl, halbe Stunde laufen lassen und schon wird aus dem frischen Öl rabenschwarzes Altöl das obendrein auch durch die abgewaschenen Kohlenstoffablagerungen nun wunderschön glitzern, so als hätte man jede Menge Graphit ins Öl gekippt. Nach dem Spülvorgang den Ölfilter wechseln, frisches normales Öl rein, weg vom Long Live Öl Gedanken und regelmäßige Ölwechsel machen und das Problem kam nie wieder zurück. Der Vorgang klappt aber nur wenn man für den zweiten Durchgang frisches Öl einfüllt, denn das verbrauchte Öl im Motor ist nicht in der Lage weitere Verunreinigungen aufzunehmen.
Falls jetzt einer behauptet das klappt nicht, nun ja ich habe das Gegenteil in meinem Bekanntenkreis mehrfach erlebt. Vorher 1 Liter Ölverbrauch auf 700 - 800 km, nach der Behandlung je nach Fahrweise etwa 1 Liter auf 7.000 - 9.000 km. Damit der Ölverbrauch nicht wieder zurück kommt muss man natürlich seine Gewohnheiten ändern, vor allem in Bezug auf die Ölsorten und vor allem darauf wie lange man das alte Öl im Motor belässt. Nach 30.000 km ist ein Öl nun mal gesättigt mit allen möglichen Fremdstoffen die da nicht hinein gehören und das die sich absetzten können ist ja wohl nicht verwunderlich.
So lange man es nicht versucht gilt auch in diesem Bereich der Hinweis das jeder selbst für seine bestehenden Probleme und seine Kosten zuständig ist. Da hilft es auch nicht zu jammern, da muss man halt handeln und es bringt in jedem Fall einen Erfolg. Nur mit den zum Teil nur wenig wirksamen Additiven kommt man da nicht weiter, auch hier wird die chemische Keule benötigt!
Ich habe mal zwei Produkte als Bild mit hinzu gefügt, bessere Erfahrungen habe ich mit Motor-Fit gemacht. Wichtig bei den Produkten ist der waschaktive Anteil von 2-Butoxyethanol, denn dieses Zeug sorgt zusammen mit den Petroleum Destillaten und dem Kerosin dafür, dass die Ablagerungen chemisch aufgebrochen und abgewaschen werden. Dabei haben Petroleum und Kerosin alleine nur eine abwaschende Wirkung, erst durch das 2-Butoxyethanol wird das Zeug auch bei steinharten Ablagerungen wirklich wirksam. 2-Butoxyethanol ist genau genommen ein Lösungsmittel, welches manchmal auch in der Farbindustrie zum Einsatz kommt.
Ausschlaggebend ist auch die verwendete Menge vom Additiv, ich schütte bei einem Reinigungsdurchgang jeweils 1 Liter aus dem 2 Liter Kanister, beziehungsweise eine komplette 0,887 Liter Plastikpulle in den Motor. Wobei die Verbleibzeit von nur 5 Minuten zu 15 Minuten natürlich auch einen entscheidenden Vorteil bringen. Die Zeit kann man auch verlängern, ich belasse es meistens bei 20 Minuten mit Leerlaufdrehzahl, wobei ich natürlich auf die Geräusche vom Motor achte. Selbst Verunreinigungen aus Hydro Stößeln werden auf diesem Weg entfernt, die Motoren laufen dann nach der Anwendung seidenweich, man spürt einen deutlichen Unterschied, auch bei der Durchzugskraft! Nur saubere Motoren haben ein langes Leben, dafür muss man halt was tun, dann sind im US Car Bereich auch Laufleistungen weit jenseits der 500.000 km Grenze meistens überhaupt kein Problem!
Falls jemand beim lesen vom Text auf dem Blechkanister nur Spanisch versteht, na ja da braucht man sich keine Gedanken machen, dass ist spanisch.

Go big or go home! 02er Ford Expedition Eddie Bauer, 5,4L 2-Ventil Triton V8, 2WD, 275/60/R17, Air Ride, 3,55er Achse mit Sperre, 3,5t AHK.
KME NEVO Pro Gasanlage, Hana Gold Ventile, 103L Gastank, Prins ValveCare Elektronik + Sequentielle Additivzuführung mit 8-Fach Verteiler + nachfüllbare Additivflasche.
Leistungssteigerung durch Programmierung auf 98 Oktan (ca. 300PS / ca. 500Nm)