anncarina hat geschrieben:Denn die Garantie übernimmt der Hersteller, die Zeiten sind fest planbar ( Sind sie bei ner Reparatur fast nie) und der Profit ist im voraus klar.
Das hat erst mal nix mit Glaspalast zu tun sondern ist auch den Kunden geschuldet die immer mehr für immer weniger wollen.
Thomas,
Deiner Schilderung stimme ich grundsätzlich zu, aber es gibt ein aber.
Wenn ich nen neuen Wagen (1-3 Jahre) habe, dann habe ich Garantie.
In dem Fall ist mir dann auch schnuppe was getauscht wird und wie lange dies dauert.
Ist man allerdings aus der Garantiezeit raus, schaut es anders aus.
Mein Tempomathebel ist defekt, warum muß ich das Lenkrad mit kaufen?
Mein Stellmotor vom Sitz ist kaputt, warum muß ich die komplette Sitzkonsole mit 3,4,5 Motoren kaufen?
.....
Hier ging es aber um ein anderes Beispiel.
In dem Fall ein Explorer (könnte aber auch ein anderer Wagen sein) kommt in ne Werkstatt mit nem Problem am Getriebe.
Der Meister macht die Annahme, der hat eigentlich mehr drauf als ein Systemtauscher (Mechatroniker).
Kurz geguckt, gefahren und das Urteil:
Diagnose Getriebeschaden, da muß ein Austauschteil rein.
In dem Fall würde die Werkstatt an den Teilen und der Arbeitszeit verdienen.
An nem Austauschgetriebe mit Aus-/Einbau ist mehr verdient als mit dem Ausgausch des (vielleicht nur) Rückservos.
Der Kunde ist ja doof und vertraut dem Experten.
Richtige Diagnose wäre:
Es könnte evtl. nur der Rückservo gebrochen sein, die Überprüfung kostet X.xx €, falls nicht würde sich aber nur ein Austauschgetriebe rechnen (Kosten X.xx €) da der Arbeitsaufwand für eine Revision höher liegen würde.
Wie sollen wir verfahren?
Dreist währe aber:
"Getriebeschaden, da muß ein Austauschgetriebe" rein, die Summe abkassieren, aber nur den Rückservo ersetzen.
Glaube das es einige Werkstätten gibt die dem Kunden einfach ein Gertriebe verkaufen obwohl sie wissen das der Schaden geringer zu beheben wär.
Glaub auch das es welche gibt die ein Getriebe berechnen und nur den Sevo tauschen.
Dies gilt natürlich auch für andere Teile, das Getriebe war halt hier das Thema.
Das der Kunde immer mehr für immer weniger möchte unterschreibe ich absolut nicht.
Viele Teile werden in Serie verbaut oder in Paketen angeboten um anschließend über die Nutzungsdauer mit dem Ersatzteilgeschäft den Gewinn einzufahren.
Beispiel Ford Kuga:
Die Sensorgesteuerte Heckklappe die automatisch öffnet wenn man nen Fuß unter die Heckschürze hält.
Erst war sie gegen Aufpreis eine Sonderausstattung. Die Kunden nahmen das Angebot aber nich ausreichend war.
Nun ist Sie Serienausstattung, der Kuga ist im Basispreis gestiegen und mit den Ersatzteilen wird somit Provit gescheffelt.