Moin Moin !!!
So, nachdem ich nun schon ca.3000Tkm mit meinem neuen Motor probegefahren bin und er einwandfrei läuft, will ich mal berichten welche Problemchen ich so hatte.
Also, den Motor hatte ich ja aus einer Meisterschule der dort als Anschauungs oder Bastelobjekt "angeblich unberührt" Jahrelang rumstand und eine Spende von Ford war.
Nun hat ja in der heutigen Zeit Niemand was zu verschenken, selbst Ford nicht. Soll heißen, das Motoren die aus irgend einem Grund nicht durch die Endkontrolle kommen dann teilweise bei Meisterschulen landen wo sich dann angehende KFZ Meister dran auslassen können.
Bei meinem Motor war wirklich nicht erkennbar das dort schonmal irgendwelche Schrauben bewegt worden waren.Sah alles aus wie neu.
Nach dem Einbau sprang er ja auf Teufel komm raus nicht an. Kurbelwellen und Nockenwellenstellung optimal, zumindest beim blick durch das Loch im Ventildeckel vom Nockenwellenpositionsgeber.
Was ich sonst noch alles ausprobiert habe kann man ja in den Vorberichten lesen.
Das aber die Nockenwelle auf der Beifahrerseite um eine Vierteldrehung versetzt falsch eingebaut worden war hatte ich bei einem neuen Motor nicht erwartet und auch nicht kontrolliert. So kann dann ein Motor auch nicht laufen.
Also alles wieder in Position gebracht, das ganze Gerödel wieder drauf und gestartet

. Sprang sofort an und lief sauber. Ich hab ihn dann im Standgas so langsam warmlaufen lassen um eventuelle undichtigkeiten zu lokalisieren, das ganze so ca 45 Minuten lang.
Plötzlich machte es KLack Klack und der Motor war aus

Dann wieder gestartet und nix.
Also das ganze Gerödel wieder runter, die Ventildeckel ab und siehe da,da liegt doch tatsächlich ein Kipphebel im Zylinderkopf auf der Fahrerseite. Wie kann das den nur passieren ???
Nach langem Grübeln habe ich die Ventile oberhalb der Feder gemessen die dort ja eigentlich alle gleichlang sein sollten. Dies Ventil wo der Kipphebel von der Nocke sozusagen runtergedreht wurde war doch tatsächlich 8/10tel zu kurz.
Übrigens hat der runtergefallene Kipphebel sich zwischen der Nockenwelle verkantet und mir bei der Aktion gleich die anderen Ventile mit krumm gemacht und ich hatte schöne Chinesen Gesichter auf den Kolben

.
Also Kopf runter neue Ventiele her, Zylinderkopfdichtung usw. alles wieder zusammen, Gerödel wieder drauf und er läuft seit 3000 Km absolut ohne Probleme.
Meinen alten Motor habe ich inzwischen komplett zerlegt. Aus der Ölwanne habe ich diverse Plastikteilchen von den Kettenführungen rausgefischt.
Da der Motor ja bis auf das Rasseln top lief und sogar noch die originalen Hohnspuren auf den Zylinderlaufflächen zu erkennen sind, habe ich mich entschlossen den Motor wieder aufzubauen. Die Steuerketten habe ich bereits demontiert vorne wie hinten. Hierbei stellt sich mir die Frage, für was braucht man das Spezialwerkzeug welches es angeblich nur 3x in Deutschland gibt??? Meiner Meinung nach alles Angstmacherei und völliger Blödsinn. Wenn ich demnächst die Kettenkassetten und Dichtungen zusammen habe werde ich den Zusammenbau des Motors in einzelnen Schritten mit Fotos Dokumentieren und hier einstellen.
Ist ja vielleicht mal ganz interressant den Motor mal von Innen zu sehen.
Anbei wollte ich kurz mal anmerken das ich in dem großen Internet-Auktionshaus unter US Car Teile gesehen habe das hier jetzt auch komplette Kettenspannersätze mit Dichtungen für die Ansaugbrücke für den Explorer angeboten werden.
Viele Grüße Sven