Motorumbau

Aktuelle Diskussionen zu Motoren und Getrieben
Falk

Beitrag von Falk »

Hmm, der Nockenwellenpositionssensor sitzt hinten am Motor. Vorne ist der Kurbelwellensensor.

Wo das Problem jetzt liegt, kann ich auch nicht sagen.
Wenn Zündfunke und Sprit da ist, sollte es "nur" ein elektro-sensorisches "Kommunikationsproblem" sein. :sleep:
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Sven Hamburg
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Beitrag von Sven Hamburg »

Moin Moin!!!

So, ich habe heute den Nockenwellenposition-Sensor (CPM) und den Kurbelwellenpositions-Sensor (CKP) erneuert in der Hoffnung das hier der Fehler liegt.

Aber nix, der Motor will einfach nicht anspringen. Nur bei Vollgas macht er den Versuch in gang zu kommen, will dann letztendlich dann aber doch nicht.

Gibt es noch irgend welche einstellmöglichkeiten Betreff der Zündung ???

Hat von Euch noch Jemand ne Idee, mir wachsen so langsam schon graue Haare.

Viele Grüße Sven
Viele Grüße Sven
Explorer XLT SOHC 152KW 98
Alterspinner

Beitrag von Alterspinner »

Zündkabel richtig drauf?

alle kabel dran und steckverbindungen ok?
MaF?
Falk

Beitrag von Falk »

Nur bei Vollgas macht er den Versuch in gang zu kommen, will dann letztendlich dann aber doch nicht.
Die Drosselklappe hat auch noch einen Geber/Sensor. Eventuell liegt da der "Hase im Pfeffer".
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Sven Hamburg
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Beitrag von Sven Hamburg »

Moin !!!

Ich möchte nochmal zusammenfassen was ich alles gemacht habe.

Also, ich habe meinen Motor ausgebaut und durch einen Werksneuen SOHC Motor, der mit allen am Motor befindlichen Sensoren, Zündspule und Zündkabeln ausgerüstet war ersetzt.

Den Kabelbaum hab ich von meinem alten Motor umgebaut. Hintergrund der ganzen Aktion war meiner Meinung nach leichtes Steuerkettenschlagen trotz neuer Kettenspanner. Der Reparatursatz der Steuerketten hätte fast das gleiche gekostet was ich für den neuen Motor bezahlt habe und ausbauen hätte ich ihn ja sowieso müssen wenn man das Vollprogramm macht.

Der neue Motor war eine Spende von Ford an eine Meisterschule und war als Anschauungsobjekt gedacht. Dieser kam jedoch nie zum Einsatz und stand original in der Holzkiste verpackt Jahrelang ohne Beachtung in der Ecke rum.

Heute hatte ich nochmal die komplette Ansaugbrücke runter und nochmal alles gechekt.
Es ist alles richtig angeschlossen Einspritzdüsen,Kabel,Schläuche usw.
Er will aber nicht anspringen.
Da ich ja nun ne ganze Menge doppelt habe, habe ich nun schon div.Sensoren von meinem alten Motor getauscht, denn der lief ja einwandfrei bis zum ausbau.
Zündfunke hat er
Die werksneuen Kerzen funktionieren
Sprit bekommt er
Sicherungen hab ich überprüft
Nocken und Kurbelwellenstellung genau wie bei meinem alten Motor.
Ich kann einfach nichts finden und er will immer noch nicht anspringen.

Hat noch einer ne Idee ???
Wie ist es mit auslesen? Zeigt er Fehler auch schon beim Starvorgang an ?
Dann müsste ich Ihn auf`m Trailer zu Ford bringen.
Bin für jede Hilfe Dankbar
Das einzigste was schon funktioniert ist der Öldruck beim starten :D
Viele Grüße Sven
Viele Grüße Sven
Explorer XLT SOHC 152KW 98
Falk

Beitrag von Falk »

Und Sven - schon weiter ?

Ich habe mal etwas rumgekramt.
Normalerweise läuft ja so ein Motor in fast allen Lebenslagen. Holpernd und stotternd, aber doch irgendwie.

Nur - wenn Der Kurbelwellenpositionssensor hinüber ist, bzw. keine oder nur ungenügende Werte übermittelt, läuft gar nichts.
Der Nockenwellenstellungssensor (beim SOHC im linken Zylinderkopfdeckel,ist also nicht hinten) regelt die Zündfolge der Einspritzventile. Ohne dem wüsste die Motorelektronik nicht, welcher Zylinder sich im Ansaugtakt befindet.
Beim starten des Motors werden übrigens drei Einspritzventile gleichzeitig aktiviert. Danach nach der Zündfolge geordnet.

Wenn die beiden Sachen o.k sind - ich weiß, du hast die schon gewechselt, aber irgendwo da müsste ? der Fehler liegen -, Zündfunke und Benzindruck da ist, ist es auch egal ob die die Leerlaufregelung o.ä. Luftansaugsachen ´ne Macke haben.
Er sollte dann laufen ....... irgendwie :happy:
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Sven Hamburg
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Beitrag von Sven Hamburg »

Moin Moin !!!

So, nachdem ich nun schon ca.3000Tkm mit meinem neuen Motor probegefahren bin und er einwandfrei läuft, will ich mal berichten welche Problemchen ich so hatte.

Also, den Motor hatte ich ja aus einer Meisterschule der dort als Anschauungs oder Bastelobjekt "angeblich unberührt" Jahrelang rumstand und eine Spende von Ford war.

Nun hat ja in der heutigen Zeit Niemand was zu verschenken, selbst Ford nicht. Soll heißen, das Motoren die aus irgend einem Grund nicht durch die Endkontrolle kommen dann teilweise bei Meisterschulen landen wo sich dann angehende KFZ Meister dran auslassen können.

Bei meinem Motor war wirklich nicht erkennbar das dort schonmal irgendwelche Schrauben bewegt worden waren.Sah alles aus wie neu.

Nach dem Einbau sprang er ja auf Teufel komm raus nicht an. Kurbelwellen und Nockenwellenstellung optimal, zumindest beim blick durch das Loch im Ventildeckel vom Nockenwellenpositionsgeber.
Was ich sonst noch alles ausprobiert habe kann man ja in den Vorberichten lesen.

Das aber die Nockenwelle auf der Beifahrerseite um eine Vierteldrehung versetzt falsch eingebaut worden war hatte ich bei einem neuen Motor nicht erwartet und auch nicht kontrolliert. So kann dann ein Motor auch nicht laufen.

Also alles wieder in Position gebracht, das ganze Gerödel wieder drauf und gestartet :D. Sprang sofort an und lief sauber. Ich hab ihn dann im Standgas so langsam warmlaufen lassen um eventuelle undichtigkeiten zu lokalisieren, das ganze so ca 45 Minuten lang.

Plötzlich machte es KLack Klack und der Motor war aus :shock: :? Dann wieder gestartet und nix.
Also das ganze Gerödel wieder runter, die Ventildeckel ab und siehe da,da liegt doch tatsächlich ein Kipphebel im Zylinderkopf auf der Fahrerseite. Wie kann das den nur passieren ???
Nach langem Grübeln habe ich die Ventile oberhalb der Feder gemessen die dort ja eigentlich alle gleichlang sein sollten. Dies Ventil wo der Kipphebel von der Nocke sozusagen runtergedreht wurde war doch tatsächlich 8/10tel zu kurz.
Übrigens hat der runtergefallene Kipphebel sich zwischen der Nockenwelle verkantet und mir bei der Aktion gleich die anderen Ventile mit krumm gemacht und ich hatte schöne Chinesen Gesichter auf den Kolben :lol:.

Also Kopf runter neue Ventiele her, Zylinderkopfdichtung usw. alles wieder zusammen, Gerödel wieder drauf und er läuft seit 3000 Km absolut ohne Probleme.

Meinen alten Motor habe ich inzwischen komplett zerlegt. Aus der Ölwanne habe ich diverse Plastikteilchen von den Kettenführungen rausgefischt.
Da der Motor ja bis auf das Rasseln top lief und sogar noch die originalen Hohnspuren auf den Zylinderlaufflächen zu erkennen sind, habe ich mich entschlossen den Motor wieder aufzubauen. Die Steuerketten habe ich bereits demontiert vorne wie hinten. Hierbei stellt sich mir die Frage, für was braucht man das Spezialwerkzeug welches es angeblich nur 3x in Deutschland gibt??? Meiner Meinung nach alles Angstmacherei und völliger Blödsinn. Wenn ich demnächst die Kettenkassetten und Dichtungen zusammen habe werde ich den Zusammenbau des Motors in einzelnen Schritten mit Fotos Dokumentieren und hier einstellen.
Ist ja vielleicht mal ganz interressant den Motor mal von Innen zu sehen.

Anbei wollte ich kurz mal anmerken das ich in dem großen Internet-Auktionshaus unter US Car Teile gesehen habe das hier jetzt auch komplette Kettenspannersätze mit Dichtungen für die Ansaugbrücke für den Explorer angeboten werden.

Viele Grüße Sven
Viele Grüße Sven
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Falk

Beitrag von Falk »

Hallo Sven

Ein schönes Beispiel für das Motto "Wenn´s richtig sein soll - mach´s selber" :D

Gratuliere, dass du das störrische Teil vernünftig zum laufen gebracht hast. Jetzt hast du hoffentlich erst mal die nächsten Jahre Ruhe.
Wenn ich demnächst die Kettenkassetten und Dichtungen zusammen habe werde ich den Zusammenbau des Motors in einzelnen Schritten mit Fotos Dokumentieren und hier einstellen.
Ist ja vielleicht mal ganz interressant den Motor mal von Innen zu sehen
Das wäre ja Megastark ! :roll:
Interesse, diese Thematik im virtuell-realen Leben mal zu sehen/lesen ist auf alle Fälle vorhanden.
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roadrunner
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Beitrag von roadrunner »

Dieses wundersame Spezielwerkzeug gibt es bei US-Autozubehörketten um $150. Es muß Ford wirklich schlecht gehen, wenn sie sich das für ganz Deutschland nur 3 mal leisten können.
XP2 Limited Bj. 2001
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Sven Hamburg
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Beitrag von Sven Hamburg »

Moin Moin !!!

Es mag ja sein das dieses Spezialwerkzeug so 150$ kostet, nur ich frage mich wirklich, wo genau dieses zum Einsatz kommen soll ???
Angeblich soll es ja an der hinteren Steuerkette gebraucht werden.

Ich könnte mir höchstens vorstellen um das untere Zahnrad der hinteren Kettenkassette zu lösen oder wieder festzuziehen. Nur dafür gibt es genug andere möglichkeiten die Ausgleichswelle festzusetzen.

Was mich auch noch etwas Stutzig macht, das es dieses Werkzeug nur 3x geben soll und das die Werkstätten ( wenn Sie sich überhaupt an diese Arbeit rantrauen) das Teil sich angeblich untereinander Deutschlandweit ausleihen.

Ich bin der Meinung hier irgendwo gelesen zu haben das wenn man sich dazu entschließt die Steuerketten machen zu lassen, teilweise ernorme Wartezeit hat, weil dieses besagte Werkzeug sich gerade in Timbuktu oder irgendwo anders befindet.

Ich hab meinen alten Motor ja nun komplett zerlegt und mich nun eine ganze Weile mit dem SOHC Motor beschäftigt und ich kann nur sagen das der SOHC Motor eigentlich recht simpel aufgebaut ist.

Ford wollte wohl bei der Entwicklung Geld sparen. Z.B. sind die Zylinderköpfe rechts und links identisch die gleichen, nur die Fräsung für die Kettenspanner ist anders. Darum auch die 2. Steuerkette hinten da der Zylinderkopf Beifahrerseite mit dem Kettenantrieb einfach nach hinten gebaut wurde.

Aber nochmal zurück zum Spezialwerkzeug.
Ich bin nach wie vor der Meinung das man das Teil nicht braucht und hier vielen Explorer Fahrern Angst gemacht wird. Auch aus eigener Erfahrung z.B. wenn ich zum Örtlichen Pflaumenaugust hinfahre. Ersatzteile bestellen OK, aber sag mal du hast was mit den Steuerketten oder dem Motor oder dem Getriebe... die jagen Dich vom Hof und wollen meistens mit dem Explorer nichts zu tun haben. Es sei denn Du bist Millionär und kaufst nen neuen Motor oder Getriebe. Aber Repariert wird da nix außer vielleicht die Bremsen.

Viele Grüße Sven
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Sven Hamburg
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Beitrag von Sven Hamburg »

Moin Moin,

nachdem jetzt endlich mein langersehnter Motorständer und die Teilewaschanlage angekommen sind, kann ich mit dem Aufbau des SOHC Motor`s beginnen sofern es die Freizeit zulässt.

Auseinandergebaut ist er ja schon. Hier ein paar Bilder von den zerstörten Steuerkettenführungen. Man kann erkennen das fast alle Einheiten betroffen sind. Der Kunststoff macht einen porösen und brüchigen Eindruck und teilweise ist sogar das Metall gebrochen. Ob der Schaden allein von den zuerst verbauten (schlechten) Kettenspannern oder schlagenden Ketten verursacht wurde ist schwer auszumachen. Wie gesagt, der Kunstoff der Kettenführungen macht nicht gerade einen soliden Eindruck.
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Viele Grüße Sven
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Sven Hamburg
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Beitrag von Sven Hamburg »

Hier der Motor mal von vorn. Zu sehen ist der Kettenantrieb zur Ölpmpe. Die untere Führung lag in der Ölwanne inkl. der spannfeder
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Sven Hamburg
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Beitrag von Sven Hamburg »

Durch die größere Öffnung auf der Hinterseite des Motors wird das untere Kettenrad der hinteren Steuerkette gelöst. Abgedeckt wird die Öffnung duch einen Blechdeckel der mit Dichtmasse eingesetzt wird ähnlich wie ein Froststopfen.
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Sven Hamburg
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Beitrag von Sven Hamburg »

Hier mal eine Seitenansicht. Zu sehen ist Ölpumpe m. Antrieb, Kurbelwelle und Lager
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Falk

Beitrag von Falk »

Interessante Einblicke, die du uns da gewährst :)
Schön, dass du uns weiter auf den laufenden hälst.
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