In einer Pfütze ging der motor aus...

Aktuelle Diskussionen zu Motoren und Getrieben
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Rusty Nail
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Beitrag von Rusty Nail »

Hi,

einen Wasserschlag halte ich bei 15-30 cm Wasserstand mal für recht unwahrscheinlich. Wenn Du in den Langenaltheimthreads durch die Bilder gehst siehst Du öfter mal einen XP in 50 cm Wasser rumfahren.
Wasserschlag merkt man auch recht deutlich.
Also frohen Mutes die Batterie geprüft und den Anlasser ausgebaut.
Die Dinger kann man übrigens entgegen der landläufigen Meinung zerlegen, reinigen und die Lager auch wechseln.
Weiss jetzt nicht ob sich das beim XP lohnt oder lieber gleich tauschen.
LG Elmar

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...immer noch auf der dunklen Seite der Macht.
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RebelHeart
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Beitrag von RebelHeart »

Stell mal ein Bild vom Wagen und ne Kopie vom KFZ-Schein rein (Seite 2 und 3, wo die technische Daten stehn).
Am Besten auch ein paar Bilder vom Motorraum, da kann Dir dann auch mal jemand erklären welche Teile gemeint sind.
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Wolfgang G.
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Wasserschlag

Beitrag von Wolfgang G. »

Um mal den Begriff "Wasserschlag" zu klaeren:

bei einem "Wasserschlag" wird pures Wasser angesaugt.
Wasser laesst sich bekanntlich nicht komprimieren, d.h. der Kompressionsdruck steigt gewaltig an und zerstoert den Motor. :!:
Beim Durchfahren einer Pfuetze unwahrscheinlich! :?:

Dazu muesste beim XP das Wasser schon ca. 80cm hoch sein (Bugwelle?).

Und so ein einfacher Fehler wie "klack-klack " am Anlasser sollte sich doch leicht finden lassen.

Wolfgang
Zuletzt geändert von Wolfgang G. am 26.05.2011 09:24, insgesamt 1-mal geändert.
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dewib
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Re: Wasserschlag

Beitrag von dewib »

Wolfgang G. hat geschrieben:Und so ein einfacher Fehler wie "klack-klack " am Anlasser sollte sich doch leicht finden lassen.
Wenn man weiß, wie ein Anlasser ausschaut und wo man danach suchen muss, dann schon! :twisted: :lol: SCNR
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chaos74
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Beitrag von chaos74 »

So liebe leute...hab mich an eure ratschläge zur vorgehensweise gehalten.

resultat:
neue Batterie verbaut---die vorfreude war groß,aber klackklackklack...

Anlasser gesucht und gefunden aber in ermangelung einer kurzen ratsche die obere schraube net aufbekommen..gestern noch ne kurze ratsche gekauft und geflucht wie ein bierkutscher da die schraube festsaß wie dreck unterm fingernagel(trotz karamba)
nun aufgegeben hat sie doch!!!
getestet,ist der anlasser noch net,aber das zahnrad läßt sich doch recht leicht mit dem finger bewegen...

kann man da schon rückschlüsse ziehen?

und dewib...das klackklackklack,kommt net vom anlasser--der selber bleibt beim startversuch geräuschlos...
und daß ich die bude beim anlasserausbau nicht abfackel,habe ich die batterie abgeschlossen...denn wenn da was brennt,wäre das fatal,da unser dicker ja in der scheune steht-wäre nicht nur der und die scheune futsch sondern ich könnt mir dann am nächsten morgen eins von sechs gebratenen pferden zwischen zwei brötchenhälften packen und als brotzeit mit auf arbeit nehmen...

also bis jetzt aber nochmals vielen dank für eure tips und für eure geduld mit nem (fast)nichtswissenden....

lg mike
unsre pferde lassen sich ihr heu immer schön vom explorer liefern...97er,V6 4liter sohc
Falk

Beitrag von Falk »

ausgebauter Anlasser testen --> http://www.explorer4x4.de/viewtopic.php?t=6940

Versuche doch mal den Motor einmal mit der Hand in Bewegung zu setzen.
Nur um Gewissheit zu haben, dass der nicht fest ist. 1/4 Umdrehung reicht da.

Bist ja eh i.M. auf der Ecke.
An der Kurbelwelle/Riemenscheibe vorne drin ist eine Schraube. Glaube 19er SW. Da mal ansetzen und versuchen den Motor in Uhrzeigerrichtung zu drehen.
Je mehr Zündkerzen draußen sind, um so einfacher sollte es gehen.
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Beitrag von chaos74 »

hi falk...ich dachte automatikautos sollte man nicht so andrehen...?
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Falk

Beitrag von Falk »

Du sollst nur den Motor ein Stückchen drehen. Bzw. die Kurbelwelle und angebundener Pleuelstangen und Kolben.

Noch ein Hinweis: Dabei muss das Getriebe auf N stehen.
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kadze
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Beitrag von kadze »

Da hast'e was falsch verstanden.

"An"-gedreht bekommst'e den eh nicht. Ist ja keine Ente :lol:
Automatik-Fahrzeuge kann man technisch bedingt nicht Anschieben.
Den Explorer sollte man wegen des Verteilergetriebes nicht über längere Distanzen abschleppen.

(Kann man eh vergessen. Wenn der Motor nicht läuft ist der Bock kaum noch zu lenken und zu bremsen ...)

Soweit mein Kenntnisstand :)
Gruß Gregor (kadze)

„Man wird nicht dadurch besser, dass man andere schlecht macht.“ Heinrich Nordhoff
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Wolfgang G.
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Beitrag von Wolfgang G. »

Das reden vom Wasserschlag nach durchfahren einer Pfuetze halte ich hier fuer einen Witz.

Woher kommt denn hier das klack klack wenn nicht vom Anlasser/Magnetschalter/Relais.
Doch endlich mal feststellen. :?:

Ein bisschen technisches Verstaendnis sollte doch vorhanden sein. :(

Ausserdem gibt es immer noch keine Angabe zum Explorertyp, um den es hier geht. :(

Wolfgang
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kadze
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Beitrag von kadze »

Falk hat geschrieben:Noch ein Hinweis: Dabei muss das Getriebe auf N stehen.
Warum muß der auf N stehen? P geht doch auch (?!)
Gruß Gregor (kadze)

„Man wird nicht dadurch besser, dass man andere schlecht macht.“ Heinrich Nordhoff
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Falk

Beitrag von Falk »

Wolfgang G. hat geschrieben:Das reden vom Wasserschlag nach durchfahren einer Pfuetze halte ich hier fuer einen Witz.
Wenn ich es nicht selber erlebt hätte ...... und die "Pfütze" war auch nicht so arg tief. :shock:

Wasser steht in ein/zwei Zylindern - muss noch nicht mal soo viel sein - und schon geht gar nichts mehr. Das Zeug lässt sich halt schlecht komprimieren.
Deswegen wäre hier immer noch (m)eine erste Maßnahme.
- alle Zündkerzen raus und den Anlasser zu drehen (versuchen)

Wenn dann kein Mucks kommt, ist es 95% die Anlasser-Elektrik und 5% das der Motor mittlerweile richtig fest ist.


Und Getriebe auf N - um so wenig Widerstand zu bieten wie möglich.
Ich weiß es nicht, ob das auch in P geht. Denke mal nicht bzw. wesentlich schwerer.
MikeT
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Beitrag von MikeT »

Falk hat geschrieben:
Wolfgang G. hat geschrieben:Das reden vom Wasserschlag nach durchfahren einer Pfuetze halte ich hier fuer einen Witz.
Wenn ich es nicht selber erlebt hätte ...... und die "Pfütze" war auch nicht so arg tief. :shock:
Wolfgang, ich war dabei, es gab auch Foto's auf Exploristen.de ...

Falk hat mehrere Stunden dran gearbeitet mit einfachen Hilfsmitteln, bis es wieder weiterging
Gruß, MikeT
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Wolfgang G.
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Beitrag von Wolfgang G. »

Wenn ihr das selbst erlebt habt muss das wohl so sein.
Danke fuer die Aufklaerung.

Meine Vorstellung waere,dass kurzfristig eingedrungenes Wasser nicht nach oben durch das Filter dringt,sondern nach unten durch die vorhandenen Loecher im LuFi-Kasten ablaeuft.

Wolfgang
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dewib
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Beitrag von dewib »

Kommt immer drauf an, wie groß der Schluck war, den er sich genehmigt hat. Und auf die Fahrsituation: wenn's da gerade recht holprig ist, kann halt Wasser hochschwappen, bevor es durch die Löcher ablaufen konnte.

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