Allrad geht nicht - Leuchte aus

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Peter_MUC
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Allrad geht nicht - Leuchte aus

Beitrag von Peter_MUC »

Wahrscheinlich erwürgt Ihr mich hier virtuell, aber versetzt Euch mal in die Lage eines neuen Users und versucht mal bitte über die Suchfunktion etwas zu folgendem Problem zu finden:

Ich interessiere mich für einen Ford Explorer I, Bj. 1994, der relativ gut beieinander ist. Habe ihn auch schon probegefahren. Im Rahmen der Probefahrt habe ich dann festgestellt, dass beim Druck sowohl auf die "4x4"- als auch auf die "Low" Taste nichts passiert - es geht nirgendwo ein Licht an und soweit ich mich erinnern kann, war auch sonst nichts von Seiten des Autos zu hören. Beim Gas geben drehen auch nur die Hinterräder durch (war regnerisch an dem tag). Der Eigentümer war ganz überrascht, konnte sich aber auch nicht erinnern, wann er das letzte Mal 4x4 benutzt hat.

Nota bene: Ich habe den Wagen ERST probegefahren und habe erst DANN hier das Forum gefunden, habe also auf Klicken oder andere Geräusche des Autos nicht richtig geachtet. Ich meine aber, dass sich da gar nichts tat.

Habe die Fehleranalyse gefunden: http://www.explorer4x4.de/viewtopic.php?t=4198 Danach wäre es der Schalter. Kommt mir aber komisch vor, da der Eigentümer meinte, es habe immer funktioniert.

Da mich der Wagen nach wie vor interessiert, ist sind die Fragen:

1. Wie findet man raus, woran es genau liegt? (Wir brauchen das Rad nicht neu zu erfinden, Link zu entsprechenden Threads täten reichen - für Euch alte Hasen bestimmt leichter zu finden) Eine detailliertere Checkliste als die obige wäre natürlich super... Ich weiß z.B. nämlich nicht, wo das Steuergerät sitzt, das Klacken soll. Oder ein paar Sachen, die man schnell mit Bordmitteln checken könnte (Stecker abziehen/reinigen habe ich irgendwo gelesen, entsprechende Fotos waren allerdings verschwunden aus dem Faden; dann irgendwas mit "brown wire mod" usw. usw.).

2. Was kann es denn schlimmstenfalls sein (nach meinem bisherigen Rumstöbern hier wäre wohl das Schlimmste Austausch des VTG - € 100 für Austauschteil + Arbeit)? Wäre bereit, das in Kauf zu nehmen.

3. Habe einen tollen Thread zum VTG gefunden und wieder verloren, aus dem aber die Fotos verschwunden waren (war von 2008). Bin für alle Links und Fotos, was es sein könnte, dankbar.

Würde dann den Wagen nochmal anschauen.

Bin selbst leider technisch nicht sehr begabt, habe aber einen Mechaniker an der Hand, den man nur auf den richtigen Weg bringen muss (z.B. durch ausgedruckte Forenbeiträge :).

Wie gesagt zur Sufu: Sucht mal nach "Allrad geht nicht" oder "Allrad funktionslos" oder "Allradleuchte aus" und schaut mal, was da so alles kommt...

Nähere Daten zum Auto kann ich nicht liefern, könnte ich aber schlimmstenfalls erfragen.

Vielen Dank!

Peter
- Chrysler Sebring Cabrio Touring (JR) 2.7l 203 PS, Bj. 2006, EZ 2007, 122.000 km
- Ford Explorer I, Bj. 1993, EZ 1994, 212.000 km
Falk

Beitrag von Falk »

Das Allradsystem des Explorer I ist relativ übersichtlich. Robust sowieso.
Es gibt da eigentlich immer nur ein bis zwei Fehlerquellen.

Aber zuerst muss die Bedienung stimmen.
4x4 kann in jeder Fahr- (bis 80km/h) und Standsituation zugeschaltet werden.
Beim schalten/drücken geht die Lampe im Schalter an ... bei erfolgter Umschaltung im VG die Lampe im Cockpit.
4x4-low soll/kann nur im Stand und auf Getriebestellung N zugeschaltet werden. Natürlich erst nach erfolgreicher 4x4 Zuschaltung.

Schaltet nix ... ist es im allermeisten Fall der Stellmotor am VG, der nicht mehr korrekt schaltet. Lässt sich relativ einfach ersetzen bzw. reparieren.

Das Allradmodul, was man nach der Anleitung hier im Forum testen kann, befindet sich im Heck links hinter der Verkleidung. Deckel zum Wagenheber abmachen ... dann sieht man es schon.


PS: Threads, wo man die Fotos nicht mehr sehen kann, bitte mal verlinken. Eventuell kann ich die nachträglich wieder vervollständigen.
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Peter_MUC
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Beitrag von Peter_MUC »

Hier ist der Thread, wo meiner Meinung Fotos fehlen: http://www.explorer4x4.de/viewtopic.php?t=335 Ist der das Thread, in dem die Stellmotorreparatur beschrieben wird? Oder kennst Du einen besseren? Würde es gerne vorher meinem Mechaniker zeigen, ob er das Ding notfalls reparieren kann.
4x4 kann in jeder Fahr- (bis 80km/h) und Standsituation zugeschaltet werden.
Beim schalten/drücken geht die Lampe im Schalter an ... bei erfolgter Umschaltung im VG die Lampe im Cockpit.
4x4-low soll/kann nur im Stand und auf Getriebestellung N zugeschaltet werden. Natürlich erst nach erfolgreicher 4x4 Zuschaltung.
Wir hatten die Anleitung zur Hand und haben es genau so gemacht - da tat sich gar nichts. Schon bei "4x4" tat sich nichts. Würde aber noch einmal besonders auf das Klacken achten müssen, nachdem ich jetzt weiß, wo es herkommen sollte.

Also gehe ich recht in der Annahme, dass der Defekt den Preis drücken, aber auch recht leicht behoben werden könnte? :wink:
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Peter_MUC
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Beitrag von Peter_MUC »

So, jetzt sind die Fotos in dem Thread oben plötzlich wieder da: http://www.explorer4x4.de/viewtopic.php?t=335 So sieht das ganze auch ganz machbar aus. Würde mich aber mit einem professionell überholten besser fühlen...
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chris2k
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Beitrag von chris2k »

Servus Peter,

deinem Namen entnehme ich, dass du ein Münchner bist? Korrekt?

Mit dem Explorer hab ich keine Erfahrung, kann dir aber eine kompetente Stelle nennen, wenns um die Reparatur geht.
Kuck doch mal bei EFI-Parts vorbei (sind an der Ballanstraße Stadtauswärts). Der Viktor is echt gut drauf und in der Regel sehr hilfsbereit. Sag ihm nen schönen Gruß vom Chris, er is unser Werkstattnachbar :)

Und wenn du sonst so Teile suchst, kann ich dir in MUC ein paar vernünftige Adressen geben.

Viele Grüße
Chris
3.0 V6 Ranger ´95 Singlecab Splash
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Peter_MUC
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Beitrag von Peter_MUC »

Hallo Chris,

ja - bin aus München, wenn es was wird, bin ich natürlich für Tipps dankbar.

Jetzt ist das Problem, dass ich zur Fehlerdiagnose in der Werkstatt den Explorer kaufen müsste, und kaufen tue ich ihn erst, wenn ich die ungefähren Reparaturkosten - Worst Case Szenario - abschätzen kann, da beißt sich die Katze in den Schwanz.

Daher die Frage, was denn so kaputt sein könnte und mit welchen Kosten man maximal rechnen müsste...

Beste Grüße

Peter
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chris2k
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Beitrag von chris2k »

Peter_MUC hat geschrieben:Hallo Chris,

ja - bin aus München, wenn es was wird, bin ich natürlich für Tipps dankbar.

Jetzt ist das Problem, dass ich zur Fehlerdiagnose in der Werkstatt den Explorer kaufen müsste, und kaufen tue ich ihn erst, wenn ich die ungefähren Reparaturkosten - Worst Case Szenario - abschätzen kann, da beißt sich die Katze in den Schwanz.

Daher die Frage, was denn so kaputt sein könnte und mit welchen Kosten man maximal rechnen müsste...

Beste Grüße

Peter
Verstehe ich das richtig, dass die von dir verlagen, dass du die (vermutlich) kaputte Kiste kaufst, damit Sie dann den Fehler herausfinden?
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Peter_MUC
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Beitrag von Peter_MUC »

Nein, der Verkäufer verkauft den Wagen, so wie er ist - und ich kaufe ihn so oder kaufe ihn nicht. Kann aber evtl. den Preis runterhandeln wg. des Defekts. Da müsste ich halte wieder den Aufwand kennen.

Ist doch üblich bei Wagen um die 20 Jahre, dass da vor dem Verkauf nichts mehr repariert wird...
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chris2k
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Beitrag von chris2k »

Klaro, hatte dich missverstanden.

Ich selber kann dir jetzt nicht genaue Auskunft über den Preis geben.
Was du aber machen könntest wäre hier mal hinzufahren:
BARRETTA PARTS GmbH · Kreillerstraße 18 · 81673 München
Am Nachmittag ist der Tom immer da. Der kann auf alle Fälle mal nachsehen, was mögliche Fehlerquellen kosten würden.
Je nachdem würde ich mal so 3-4 Stunden Zeit für die Reparatur von einer Fahwerkstatt einplanen und die mit gut und gerne 80-100 Euro kalkulieren.

Was will er denn noch für den EX haben? Je nachdem is sicherlich ein Preisnachlass von 800 Euro drin.

Zweite Möglichkeit: Ruf den Viktor mal an und frag ihn, ob er Zeit hat, sich den Karren mal anzusehen. Frag den Verkäufer ob er mit dir dahinfahren würde. Dann hätte auch er gleich eine faire Einschätzung.
Bei Privatkauf is das mit der Probefahrt immer so bescheiden... sonst hätte ich gesagt, lass dir den Wagen mal für ne Stunde oder zwei geben...
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Falk

Beitrag von Falk »

Peter_MUC hat geschrieben:Nein, der Verkäufer verkauft den Wagen, so wie er ist - und ich kaufe ihn so oder kaufe ihn nicht. Kann aber evtl. den Preis runterhandeln wg. des Defekts. Da müsste ich halte wieder den Aufwand kennen.

Ist doch üblich bei Wagen um die 20 Jahre, dass da vor dem Verkauf nichts mehr repariert wird...
Ist doch alles Rätselraten.

Allrad geht nicht. In den meisten Fällen spinnt der Stellmotor.
Selbstreparatur = Kosten 0 und ein kleiner Gummiring
gebrauchter Stellmotor = 20 - 50,- €
neuer Stellmotor aus den USA = 100,- + Versand/Steuern
neuer Stellmotor orig. Ford aus den USA = 220,- € + Versand/Steuern
neuer Stellmotor bei Ford D = musst du erfragen - meine an die/über 300,- €

Such dir was aus und checke deine Möglichkeiten.

Im Endeffekt fällt bei einem über 20 Jahre alten Auto ständig was an.
Da könnte das Thema dann schon eher unter Pillepalle geführt werden.
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Peter_MUC
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Beitrag von Peter_MUC »

Genau - das war die Antwort, die ich gebraucht habe, so einen ungefähren Kostenrahmen, mit dem ich rechnen kann. Und der passt. (Ist natürlich klar, dass es im Wesentlichen Rätselraten mit Wahrscheinlichkeiten ist.)

Alte Autos habe ich immer gefahren, dass da immer was ist, ist schon klar. Ich bin nur so kritisch, weil beim meinem damals 21jährigen Chrysler Lebaron das Steuergerät kaputtging - da war unter "auf einen Schlag" € 900,00 nichts mehr zu machen.

Allradmodul wurde erwähnt - an kostspieliger Elektronik als Fehlerquelle dürfte hoffentlich nicht viel in Frage kommen, oder? UPDATE: Habe jetzt das hier zum Testen des Allradmoduls gefunden: http://www.explorer4x4.de/viewtopic.php ... llradmodul - teste das auch gleich mal durch.

Also so wie's aussieht wage ich es...
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Peter_MUC
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Beitrag von Peter_MUC »

So, es ist passiert, bin jetzt Eigentümer eines Ford Explorer I, Bj. 1994, mit 160.000 km.

Beim Allrad klicken sowohl Allradmodul als auch Stellmotor, aber einschalten lässt es sich nicht, so dass ich wie hier im Forum beschrieben auf einen defekten Stellmotor tippe.

Ich gehe davon aus, dass die hier beschriebene Stellmotorrepartatur auch für den Explorer I gilt, stimmt das so?
http://www.explorer4x4.de/viewtopic.php?t=335

Hätte jemand auch eine preisgünstige Quelle für einen gebrauchten Stellmotor?

Viele Grüße - und falls ich mich genauer vorstellen soll, einfach Bescheid sagen!

Peter
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Alterspinner

Beitrag von Alterspinner »

Das IST die Anleitung zum Stellmotor xp1 und bedingt dem 2er...
Falk

Beitrag von Falk »

Ja, ... hier ist die Chance mal eine neue Doku mit schönen Fotos zu machen. :)


Stellmotor für den 1er muss ich mal schauen.
(Du benötigst einen mit einem eckigen Stecker !)
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Peter_MUC
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Beitrag von Peter_MUC »

Ich bin leider technisch ein Volldepp - seit Kindheitszeiten kann ich Sachen super zerlegen, aber danach nicht mehr zusammenbauen. Würde die Reparatur einem Bekannten (pensionierter Kfz-Mechaniker) anvertrauen, der entsprechend begabt ist, aber ob der Fotos macht, wie ich ihn kenne, hat der keine Lust...

Aller Wahrscheinlicheit nach wird man also sowas brauchen:

>Plastikring Innendurchmesser 8mm, Aussen 14 mm, Dicke 5 mm

Und man muss besonders darauf achten:

>Ihr müsst bevor ihr den Deckel vom Motor schliesst die Welle von Hand auf 2WD drehen!
>Stecker ziehen und in dessen Mitte den roten Ring herauspulen. (statt Kabel abscheiden)

Sonst kann wohl nicht viel schiefgehen...

Na, dann hoffen wir mal, dass es das sein wird. Könnte ja einfach auch nur irgendein vergammelter Stecker sein, so dass man sich die Stellmotorreparatur sparen kann. (Aber wenn Du für den Fall der Fälle einen hättest, Falk, wäre das natürlich für den Fall des Falles super, auf explorerteile.de wurde ein Preis von € 120,00 für einen gebrauchten aufgerufen, schon recht heftig und es wurde gesagt, dass "die neuen aus dem Internet" nicht passen).

Für den TÜV sind noch ein paar Sachen zu machen:

- Festellbremse Wirkung nicht ausreichend
- Feststellbremse ungleichmäßig
- manuelle Leuchtweiteneinstellung links/rechts ohne Funktion
- Nebelschlussleuchte ohne Funktion
- Motor undicht - Ölverlust mit Abtropfen (kann ich jedoch beim besten Willen nicht sehen)

Da gab es aber mal einen Faden, den ich erst mal suche, bevor ich Euch belästige. Dürfte aber mein Bekannter hinkriegen.

Ansonsten bin ich bis jetzt begeistert - war glaube ich ein ganz guter Fang, gepflegt, kein Wartungsstau, funktioniert alles Tip Top (naja, außer Allrad). Nur an die Federung muss ich mich gewöhnen, die ist wirklich sehr amerikanisch (und das sage ich nach 2 Chryslern). Und das "SUV"-Feeling ist auch neu für mich (ja, die Kurven kann man nicht mehr so sportlich nehmen, gerade bei Regen).

Hoffe, dass ich im Forum auch als technischer Depp was beitragen kann...
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