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Allgemeine Hinweise zu den V6-Motoren

 
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Anmeldungsdatum: 21.07.2005
Beiträge: 58

BeitragVerfasst am: 17.08.2006 21:22    Titel: Allgemeine Hinweise zu den V6-Motoren Antworten mit Zitat

Rund um den Motor

Grundsätzliches und Hinweise zu Motorproblemen:

Alle V6-Motoren des Ford Explorer stammen aus Köln und basieren auf der 1964 eingeführten bewährten V6-Konstruktion, die schon in den Modellen 20M, 26M, Granada und Scorpio in stetig weiterentwickelter Form verkauft wurde. Auch im Explorer profitieren die Motoren von der robusten Grundkonstruktion.

Vor allem die 165-PS-OHV-Motoren (Explorer-1) und 156-PS-OHV-Motoren (Explorer-2 bis 1997) gelten als sehr langlebig und bereiten selten technische Probleme.

Die 1997 eingeführten SOHC-Motoren mit je Zylinderbank einer obenliegenden Nockenwelle (204 - 207 PS) haben mehr Kraft, verbrauchen weniger und sind die moderneren Motoren. Allerdings hatten sie teilweise Probleme mit den Steuerkettenspannern von Sekundärsteuerketten und von der Primärsteuerkette. Bei Beanstandungen (Rasselgeräusche der Steuerketten) wurden in der Ford-Werkstatt die Kettenspanner gegen konstruktiv veränderte Versionen kostenlos getauscht.
In einigen Fällen wurden kostenlos auch die Steuerketten samt Führung getauscht, um verbliebene Rasselgeräusche bzw. durch die defekten Spanner entstandene Schäden an der Kettenführung zu beseitigen.
Diese kostenlosen Serviceaktionen sind inzwischen abgelaufen, eventuell noch zu erfolgende Arbeiten sind nunmehr selbst zu bezahlen. Ein vorsorglicher Austausch der Kettenspanner (sofern noch nicht erfolgt), ist anzuraten und auch nicht so teuer.
Alle in Deutschland offiziell verkauften Explorer mit SOHC-Motor gelten als potentiell betroffen.

Hier gibt es hier mehr Informationen zu der Steuerkettenproblematik...

Kraftstoff:

Der Explorer ist auf Normalbenzin ausgelegt und sollte beim Betrieb mit Normalbenzin weder klappern, klingeln, ruckeln oder sonstige Auffälligkeiten zeigen. Der Betrieb des Explorer mit Superbenzin, Super Plus oder gar Shell v-power bzw. Aral Ultimate 100 hat bei Motoren in einwandfreiem Zustand keine Vorteile gebracht und ist schlichtweg überflüssig.

Motoröl:

Trotz des hervorragenden Motors ist ein regelmäßiger Ölwechsel wichtig und garantiert eine gute Schmierung des Motors. Ein Ölwechsel mit Filter sollte alle 12.000 bis 15.000km durchgeführt werden. Grundsätzlich sollte die von Ford für alle V6-Benzinmotoren im Explorer empfohlene Viskosität SAE 5W-30 verwendet werden.

Aufgrund aktueller Erfahrungswerte ist es besonders wichtig, nicht zu "No-Name"-Produkten z.B. aus Baumärkten oder Supermärkten zu greifen, sondern zu den durchaus teureren Markenprodukten - und zwar auch dann, wenn Viskosität oder Spezifikation stimmen. Der Grund dafür liegt darin, dass die billigen Synthetiköle offenbar schneller altern und ihre Viskositätseigenschaften verändern - so wird aus einem SAE5W-40-Öl mit der Zeit ein 5W-30-Öl - wo ein ursprünglich als 5W-30 verkauftes Billigöl dann landet, kann man sich denken. Auch Markenöle altern, aber nicht so schnell und so extrem.

Es ist durchaus anzuraten, ein SAE 5W-40-Öl von einem Markenhersteller auch für den Explorer zu wählen, um eine gewisse "Viskositätsreserve" zu bekommen.

Ein 10W...-Öl hingegen sollte nicht zum Einsatz kommen, da mit diesen Ölen vereinzelt Probleme mit der Ölversorgung der Hydrostößel berichtet wurden. Auch von 0W...-Ölen, die wir intern "Wasseröle" nennen, sollte man im Explorer Abstand nehmen - die Verwendung dieser sehr dünnflüssigen Leichtlauföle kann zwar Benzin sparen, führt aber zu einem erhöhten Verschleiß insbesondere der Lager. Auch sind 0W...-Öle von Ford in keinem Fall freigegeben!

Man kann sich also merken:

* Markenöl kaufen,
* Vor dem "W" keine Zahl kleiner 5 oder größer 10
* hinter dem "W" keine Zahl kleiner als 30 oder 40

So kann man eigentlich nichts verkehrt machen und ist auf der sicheren Seite. Das Öl ist damit für alle Betriebszustände vollkommen ausreichend!

Luftfilter:

Eine saubere Luft zur Verbrennung senkt den Verbrauch und kommt dem Motor zu Gute. Exploristen haben uns berichtet, dass die Filtereinsätze der Fa. Ford oft schon nach ca. 10.000km zugesetzt und erneuert werden müssen. Es bietet sich hier an einen K&N-Filter Einsatz zu verwenden. Dieser ist in der Anschaffung etwas teurer, lässt sich aber nach Reinigung immer wieder verwenden. Den höheren Preis hat man nach zweifachem Wechsel wieder heraus.
Zündkerzen:

Bei den Zündkerzen muss man darauf achten, dass man nur Platin-Zündkerzen der Fa. Motorcraft oder vergleichbare verwendet. Diese kosten ca. 15€/Stück. Der Wechsel der Zündkerzen ist etwas knifflig, da man u.U. die hintere Kerze vom Radkasten aus wechseln muss. Hier sollte man die Arbeitskosten investieren und eine Vertragswerkstatt aufsuchen. Lasst Euch in jedem Fall die alten Kerzen zeigen oder bleibt beim Wechsel mit dabei. Es soll schon Fälle gegeben haben, bei denen nicht alle Kerzen gewechselt, aber abgerechnet wurden.

In der Erstausrüstung kommen beim SOHC-Motor zwei verschiedene Zündkerzen zum Einsatz. Dafür gibt es einen einfachen Grund:
Bei den Zündspulen im Explorer (und auch bei anderen Fz. mit Doppelfunkenzündspule) wird nicht ein Zündfunke im ZündungsOT produziert, sondern zwei. Einer im ZündOT und einer im ÜberschneidungsOT. In der physikalischen Funktion springt daher ein Funken von der Mittelelektrode zur Masse über und einer von der Masseelektrode zur Mitte. Um Kosten zu sparen, haben die Kerzen in der Erstausrüstung jeweils nur auf einer Elektrode eine Platinbeschichtung. Erst im Service kommen Kerzen mit zwei Platinelektroden rein.

Probleme mit den originalen Motorcraft-Platin-Zündkerzen werden außerordentlich selten berichtet. Gerne werden für den SOHC-Motor als Alternative die Zündkerzen von NGK, Typ TR 55 IX, verwendet. Das Wechselintervall der Platinzündkerzen liegt bei 90.000 km.

Daneben gibt es auch normale Zündkerzen von NGK (Typ "TR 55" - ohne "IX"), die wären allerdings ein deutlicher Rückschritt gegenüber den Motorcraft-Platinkerzen und müssen auch alle 15.000 km getauscht werden.

Kühlsystem:


Das Wasser des Kühlkreislaufes sollte man regelmäßig überprüfen. Stellt man fest, dass sich dieses mehr und mehr eintrübt, so sollte es gewechselt werden. Hier ist zu beachten, dass das Kühlmittel zu gleichen Teilen (50:50) aus Wasser und Ethylenglycolzusatz besteht. Ggf. kann man hier auch noch einen silicatfreien Zusatz nehmen, da dieser der Ablagerung von Silicaten im Kühlkeislauf entgegen wirkt. Davon abzuraten ist es, sog. Kühlsystemreinigungsmittel einzusetzen. Diese lösen zwar Verstopfungen ab, können im schlimmsten Fall Kapillaren im System zusetzten.

Die Regelung der Kühlkreislaufes wird durch das Thermostat übernommen. Dieses sitzt vorne auf dem Motorblock und öffnet dann, wenn die Temperatur im System zu hoch wird. Analog dazu bleibt es geschlossen, wenn der Motor noch nicht auf Betriebstemperatur gekommen ist.

Der Lüftungskühler ist nicht wie bei den meisten gängigen Fahrzeugen elektronisch gesteuert. Im Explorer wird er durch eine Mechanische Kupplung geschaltet, wenn eine zusätzliche Kühlung erforderlich ist. Seine einwandfreie Funktion lässt sich überprüfen, wenn man vorsichtig mit einem Lappen versucht den Lüfter bei warmen Motor anzuhalten. Dies sollte i.A. nicht möglich sein. Wenn es jedoch gelingt, so ist die Lüfterkupplung verschlissen und muss gewechselt werden. (Bitte mit äußerster Vorsicht an den Lüfter herangehen, da man sich auf Grund seiner hohen Kraft und Geschwindigkeit verletzen kann.)

Motorsteuerung:

Die Motorsteuerung wird im Explorer von einer hauseigenen Elektronik übernommen, den EEC IV (OHV-Motoren) und EEC V (SOHC-Motoren) Steuermodulen. Der MAF (Mass airflow sensor) ist hinter dem Luftfilter zu finden und misst die Luftmenge, die angesaugt wird. Aus diesen Daten wird die optimale Kraftstoffmenge berechnet, die dem Motor zugeführt wird. Den MAF sollte man von Zeit zur Zeit auf Verschmutzung und Ablagerungen auf den Glühdrähten überprüfen lassen. Sind diese verschmutzt, so kann man diese mit sanften Lösungsmitteln oder Bremsenreiniger reinigen. Dies sollte auch nur durch eine Fachwerkstatt geschehen, da der MAF sehr empfindlich ist.
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