Zuerst dachte ich an manuelle Naben von AVM. Aber die Erfahrung aus Nissan-Zeiten sagt mir, daß die sowieso immer geschlossen wären. Wer will schon durch knietiefen Schnee stapfen um die Naben zu verriegeln...
Bei der Suche bin ich dann auf eine alte Anleitung gestossen, die Falk vor Jahren im Off-Road-Forum.de gepostet hatte. Siehe hier:
http://forum.off-road-forum.de/ford-f50 ... t6726.html
Beim zerlegen der Freilaufnaben hab ich festgestellt daß es 2 verschiedene Bauarten gibt:
Einmal die von Falk gezeigte, und dann noch eine Variante mit 3 Zahnreihen und einem breiteren inneren Zahnrad.





Im zusammengebautem Zustand an den 3 Nasen zu erkennen - breite Nasen, breites Zahnrad.
Der von Falk gezeigten Variante ist nichts hinzuzufügen. Ich möchte hier auf die andere Bauart eingehen.
Zunächst erkläre ich mal die Funktion der Freilaufnabe.
Im offenen Zustand ist der - ich nenne es mal Schaltring - in den Aussparungen des Plastikringes, der auf dem Achsstummel sitzt. Die Feder in der Freilaufnabe drückt dabei den mittlern Zahnkranz in die Zwischenräume zwischen den inneren Zahnkränzen. Der grobe äußere Zahnkranz läuft immer mit.

Wenn die Nabe verriegelt, wird der Schaltring nach aussen gedrückt. Idealerweise sollten dann die Nasen in dem Plastikteil auf dem Achsstummel einrasten. Der mittlere Zahnkranz wird auf die inneren Zahnkränze geschoben.

So sieht der innere Zahnkranz alleine aus, nur mit dem Schaltrad (in verriegelter Stellung):

Nun gehts an die Modifizierung der Nabe. Erst mal alles auseinendernehmen.
Zuerst öffnet man mal den Segering ganz unten in der Freilaufnabe (Foto hab ich leider vergessen, ist aber auf dem letzten Bild vom Zusammenbau gut erkennbar). Dann wird die Nabe mit der Unterseite ein paarmal kräftig auf die Werkbank geschlagen, bis der innere Zahnkranz rausfällt.
Anschließend kann man den Federring am äußeren Rand rausnehmen. Vorsicht - wenn der weg ist kann einem das Innenleben der Nabe ziemlich schwungvoll entgegenspringen. Es waren aber auch Naben dabei wo das Fett so alt und verhärtet war, daß die Feder das Zeug kaum rausdrückte.
Um die Nabe permanent zu verriegeln, könnte man nun den mittleren Zahnkranz verschweissen, oder auch mit einer Distanzhülse (genau so breit wie der Zahnkranz) in der richtigen Position halten. Wenn man noch ein paar von den Dingern rumliegen hat, kann man auch einen zweiten Zahnkranz benutzen - wie hier:

Die Verzahnungen passen dann perfekt aufeinender und haben somit die doppelte Auflagefläche, was zu mehr Stabilität führt. Bei dieser Variante genau darauf achten, daß die groben Zahnreihen genau gleich stehen. es kann sein daß die auch leicht versetzt sind, dann unbedingt in die richtige Stellung drehen.
Das Ganze könnte man jetzt so auf dem Achsstummel stehen lassen und den äußeren Teil der Freilaufnabe (die ja dann keine mehr ist) aufstecken. Ich wollte das ganze aber wechseln können ohne mir die Finger dreckig zu machen, und vor allem in kurzer Zeit.
Also das Ganze wieder in die Nabe. Jetzt muß man schon kräftig drücken, weil die Feder auf voller Spannung steht. Am Besten mit einem Stück Rohr und 2 Flacheisen fixieren:

Dann den Segering wieder einsetzen. Der Federring kann nicht mehr eingesetzt werden. Genauso bleiben die Kunststoffklammern und Blechfedern (siehe Fotos oben) übrig.

