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Erfahrungen ab Bj. 2002
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okoni



Anmeldungsdatum: 08.08.2011
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BeitragVerfasst am: 30.03.2020 14:53    Titel: Antworten mit Zitat

An den Expedition habe ich auch schon gedacht, auf welcher Basis steht der eigentlich? Und das Getriebe ist stabiler? Excursion ist mir dann doch etwas zu lang, da wird es schwierig mit Parkplatz etc.
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Gruß
Oliver

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Wanne V8



Anmeldungsdatum: 14.02.2017
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BeitragVerfasst am: 30.03.2020 22:12    Titel: Antworten mit Zitat

Der Expedition ist auf der Basis des F-150 gebaut worden. Leiterrahmen auf LKW Basis, in der 2-WD Ausführung „fast“ unkaputtbar und für Laufleistungen weit jenseits der 600.000 km Marke produziert. Hoffnungslos überdimensioniert, kombiniert mit ein wenig Pflege, Zuwendung und regelmäßiger Wartung, läuft so ein Fahrzeug problemlos 800.000 km. Der 2-Ventil Motor hat kaum Schwachstellen und fällt schlimmstenfalls mal durch ausgespuckte Zündkerzen auf. Verschleiß stellt sich nur ein wenn man das Fahrzeug falsch behandelt und als Rennwagen umfunktionieren will. Belässt man es bei 75 – 80 mls, also 120 – 130 km/h, ist alles im grünen Bereich. Empfehlenswert als Lastesel sind vor allem sind die Modelle aus der ersten Generation, vor allem die nach dem Facelift. Die 2-Version mit dem 3-Ventil Motor hat oft Probleme mit den Nockenwellenverstellern und die Einzelradaufhängung an der Hinterachse ist nicht mehr so gut zum schleppen geeignet.

Verbaut in der ersten Generation sind vor allem bei der 5,4 Liter Version sehr gute Getriebe, die obendrein auch noch sehr gut mit Last umgehen können. Im 5,4 Liter Expedition findet man das 4R100 Getriebe, dass gibt es auch zusätzlich noch in der Schwerlastausführung mit einem optionalen HD Trailer Paket. Die Schwerlastversion heißt 4R100HD2, dieses Getriebe hat unter anderem eine größere Ölwanne mit 2 Liter mehr Ölinhalt und wird zusätzlich mit einem großen Ölkühlerpaket ausgestattet. Die Schwerlastoption sorgt vor allem in den ersten beiden Gängen zu einer deutlich besseren Standfestigkeit und ermöglicht eine theoretische Zuglast von bis zu 4,7 Tonnen. Das Getriebe braucht regelmäßige Ölwechsel, schleppt man nichts hinter sich her, dann sind die Ölwechsel alle 50.000 – 60.000 km angesagt. Bei häufiger Nutzung als Zugfahrzeug sollte das Öl bei rund 25.000 – 30.000 km gewechselt werden.

6 Leute im Wagen, 1000 kg hinten dran, davon merkt man beim fahren nicht wirklich viel. Bestenfalls in bergigen Regionen bemerkt man eine etwas trägere Fortbewegung, was aber nicht wirklich al Einschenkung wahrgenommen wird. Ab 2 Tonnen am Haken weiß man spätestens das man einen Anhänger zieht, weil es dann beim beschleunigen an der Ampel nicht mehr ganz so schnell voran geht. Beim zu schnell fahren wird die Aussage das man vom Anhänger nichts gemerkt hat spätestens dann auch ein wenig unglaubwürdig. Der Wagen müht sich damit noch nicht ab, aber man merkt halt, dass deutlich mehr Gewicht vorhanden ist. Ab 3 Tonnen lässt man es ruhiger angehen und will nicht immer der erste an der nächsten Ampel sein, man gibt den Ackergäulen etwas mehr zu futtern und die Fuhre wird gut in Bewegung gesetzt. An Steigungen mal den Overdrive frühzeitig rausnehmen und / oder ein wenig Anlauf nehmen, schon klappt das. Bei 3,5 Tonnen sollte spätestens die Highway Gelassenheit im Vordergrund stehen, denn dann werden je nach Ausstattung vom Expedition bereits über 6 Tonnen bewegt.

Die bei mir mögliche Gesamtzugmasse liegt eigentlich bei 8050 kg, 3350 kg vom Zugfahrzeug und maximal 4700 kg an der Anhängerkupplung, aber da wir in Deutschland leben ist die Gesamtzugmasse etwas niedriger, da man hier ohne eine Luftbremse nur maximal 3500 kg ziehen darf, somit liegt die Gesamtzugmasse bei 6850 kg. Will man dieses Maximum ausreizen, dann muss man mit einem ordentlichen Benzindurst rechnen, der natürlich auch in direkten Verhältnis zur erzeugen Wärme steht. Es gibt natürlich auch verschiedenen Achsübersetzungen beim Expedition, steht der Gedanke an ein Zugfahrzeug im Vordergrund, dann sollte man eine möglichst hohe Untersetzung wählen. Ich fahre mit einer 3,55er Achse, die dann zusätzlich auch noch ein selbstsperrenden Differential hat. Mein Wagen hat ein serienmäßiges Air Ride (Luftfederung) an der Hinterachse, die Zuladung und die Deichsellast spielen dabei keine große Rolle.

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okoni



Anmeldungsdatum: 08.08.2011
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BeitragVerfasst am: 31.03.2020 04:24    Titel: Antworten mit Zitat

@ Wanne: Danke für die vielen Infos.
Dann muß ich also nach nem Expedition zwischen Bj 2001 und 2005 schauen, was macht den 4WD schlechter als Zugmaschine?
Mein 2er RAM(2Wd) hatte auch 6,8t zulässiges Zuggesamtgewicht und der war mit Hardtop auf der Bahn erstaunlich genügsam, da ist der normale Hänger auch nicht aufgefallen. Ich Idiot hab ihn verkauft.

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Gruß
Oliver

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Wanne V8



Anmeldungsdatum: 14.02.2017
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BeitragVerfasst am: 01.04.2020 00:39    Titel: Antworten mit Zitat

Du sollst nach keinem Expedition schauen aus den Baujahren nach 2002, denn ab Ende 2002 gibt es die 2. Generation, dass sind die Fahrzeuge die keine Starrache mehr haben, sondern eine Einzelradaufhängung, zu erkennen sind die Modelle an den versenkbaren Sitzen der 3. Sitzreihe. Bei der 2. Generation gibt es Antriebwellen mit Gelenken an der Hinterachse, Achsmanschetten und jede Menge in Gummi gelagerte Gelenke. Diese Modelle sind lange nicht mehr so haltbar wie die Fahrzeuge mit den Starrachsen, vor allem weil die Buchsen und Gummilager bei regelmäßigem Anhängerbetrieb alles andere als wirklich haltbar sind. Die Abstützung der Hinterachse (Starrachse) der ersten Generation, bekommst du praktisch nicht kaputt, alles was da verbaut wurde ist dermaßen überdimensioniert, da kommst du selbst bei voller Auslastung nicht an die Grenzen der möglichen Belastbarkeit. Ich meine jetzt damit vor allem den Zugbetrieb mit einem schweren Anhänger und eben den Zusammenhang, dass sich die Starrachse nicht sonderlich über die Belastung beschwert. Als nächstes wären dann noch die Radnarben in der Hinterachse zu nennen, die dort verbauten Radlager verschleißen deutlich schneller als es bei einer Starrachse der Fall ist. Die Radlager der Starrachse sind sehr preisgünstig, die Radnarben für die Hinterachse der 2. Generation kosten deutlich mehr Geld.

Ab Baujahr 2005 gibt es den 3. Ventil Motor und davon solltest du absolut die Finger lassen! Die variable Nockenwellenverstellung (VCT) war für den Triton Motor der absolute Schuss in den Ofen, hat der 2-Ventil Motor über hunderttausende von Meilen keine Probleme bereitet, hast du bei der 3-Ventil Variante gerne mal ab 90.000 – 150.000 Meilen Probleme mit den Verstellern. Die Dinger gehen kaputt und der Motor macht Geräusche wie der Diesel Motor in einem Trecker. Das Problem kann natürlich auch später auftauchen, aber garantiert nicht wenn du oft einen schweren Anhänger durch die Gegend schleppst, was mit der oft höheren Drehzahl als Zusammenhang zu sehen ist. Was auch noch dazu kommt, der 3-Ventil Motor hat ein wesentlich schlechteres Drehmomentverhalten wie der 2-Ventil Motor. Beim 2-Ventil Motor kommt der Drehmomentbums wortwörtlich aus dem Drehzahlkeller, in einem Bereich von 1850 – 4200 liegen immer mindestens 90% vom verfügbaren Drehmoment an. Das Maximum liegt bei rund 2300 Umdrehungen an, also in einem Bereich wo sich der Motor aus sehr wohl fühlt. Der 3-Ventil Motor verlangt im Fahrbetrieb nach einer deutlich höheren Drehzahl, denn hier liegt das maximale Drehmoment erst bei 3750 Umdrehungen an. Während der Drehmomentverlauf beim 2-Ventil Motor eher flach ist, sieht das beim 3-Ventil Motor total anders aus. Du hast zwar immer noch genug Leistung, benötigst dafür aber eine höhere Drehzahl. Der 3. Ventil Motor dreht sich genau genommen dumm und dämlich, darum gab es bei späteren Baujahren dann auch das 5-Gang Getriebe. Ein schweres Full Size SUV das ständig nach Drehzahl verlangt, also für mich wäre das nichts. Der Motor von meinem Expedition dreht im Normalfall zwischen 1500 und 2500 Umdrehungen, nur beim kräftigen Beschleunigen geht die Nadel mal über die 3000er Marke. 4000 Umdrehungen, was ist das, dass ist ein Bereich in den ich nur gelange wenn ich das Pedal bis zum Bodenblech durchtrete.

Warum keinen 4-WD? Der 4-WD Expedition hat einen Wendekreis wie eine Ikea Kasse, (der 4-WD Excursion wie ein Flugzeugträger) weil die Drehstabfedern an der Vorderachse den Lenkeinschlag deutlich eingrenzen, die 2-WD Version ist da schon deutlich großstadttauglicher. Kommt jetzt Gejammer wegen der fehlenden Traktion? Na dann nimmst du einfach einen Expedition mit einem selbstsperrenden Differential, damit hast du praktisch immer genug Traktion. Weiter geht es mit der Vorderachse, beim 2-WD gibt es dort einen Achsstummel, zwei Radlager, eine Unterlegscheibe, eine dicke Mutter mit Kronenscheibe und einen Sperrstift / Sicherungsstift. Die Radlager kannst du regelmäßig neu einfetten und nachstellen, die Lager halten im Normalfall etliche 100.000 Meilen und kosten nur ganz kleines Geld. In neuen Bremsscheiben sind die äußeren Lagerringe bereits eingepresst und werden somit automatisch mit gewechselt. Beim 4-WD gibt es Radnarben, da kann man nichts nachstellen und auch nichts neu einfetten. Die Radnarben halten durchschnittlich 150.000 – 200.000 Meilen, dann steht ein (teurer) Austausch an. Während die Radlager beim 2-WD mit rund 10 – 20 Euro sehr günstig sind, beginnen bei einer einigermaßen vernünftigen Radnarbe die Preise bei rund 135 Euro.

Ich will dir jetzt nichts einreden, oder etwas schlecht reden bei dem andere Leute möglicherweise eine andere Meinung, oder Erfahrung haben. Aber ich fahre so einen Eisenhaufen und ich habe ganz bewusst das 2-WD Modell aus der 1. Generation nach dem Facelift gekauft. Ich repariere und warte mein Fahrzeug grundsätzlich selber und ich habe bisher auch keine mechanischen Probleme mit meinem Wagen gehabt.

Dazu muss ich allerdings ergänzend erwähnen, dass es sich bei meinem Expedition wohl nicht so ganz um das normale Standartprodukt handelt. Der Erstbesitzer in den USA hat alle irgendwie optional verfügbaren Optionen mit dazu gebucht, also alle möglichen verstärkten Komponenten aus irgendwelchen Behördenoptionen. Drauf gekommen bin ich eher durch alle möglichen Zufälle, weil alles was ich eigentlich passend gekauft habe immer irgendwie zu klein gewesen ist. Gefunden habe ich bis jetzt zum Beispiel eine verstärkte Hinterachse mit einem größeren Differential und Air Ride, eine verstärkte Bremsanlage, etwas größere Wasser und Öl Kühler mit mehr Lamellen, einen 165 Liter Benzin Tank (gibt es wohl nur zusammen mit dem Air Ride), eine 250 Ampere Lichtmaschine, die mit einem anderen Gehäuserückteil wohl eher aus einem F-250 Diesel stammt und noch ein paar andere Sachen mehr.

Ich hatte nach dem Fahrzeugkauf mal einen telefonischen Kontakt mit dem Erstbesitzer in den USA, der hat am Telefon nur gelacht und erzählt das er damals bei der Fahrzeugbestellung einen langen Strich durch die gesamten Optionsliste gemacht hat, inklusiv der Seite mit Behördenoptionen, die dann aber keine abgespeckte Variante darstellten, sondern die Version wo die Fahrzeuge mehr abkönnen. Wie beim Pokern, „all in“ und dann hinstellen, wobei fast alles „ganz normal“ aussieht, außer man schaut mal ganz genau hin. Tank den Brummer mal voll und dann verschwinden auf einmal über 160 Liter im Tank, bei Aral und 10-Fach Payback Punkte hast du dann mal eben 800 Punkte auf dem Konto. Da ist es nur zu gut, dass ich den Wagen mit LPG betreibe.

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okoni



Anmeldungsdatum: 08.08.2011
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BeitragVerfasst am: 03.04.2020 20:33    Titel: Antworten mit Zitat

@ Wanne Du hast Dich ja gut eingearbeitet in die Materie Wink
Vielen Dank für das "Insiderwissen".
Wegen dem 3-Ventil- Motor dachte ich an die Zeitspanne bis 2005, die anderen "Schwächen" hätte ich erstmal als Kalkulierbar eingestuft.
Mal schaun ob mir was passendes über den Weg fährt.

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Gruß
Oliver

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Wanne V8



Anmeldungsdatum: 14.02.2017
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BeitragVerfasst am: 03.04.2020 22:05    Titel: Antworten mit Zitat

Das Insiderwissen hängt damit zusammen, dass ich halt mit so einem Eisenhaufen durch die Gegend fahre. Ich habe mich schon vor dem Kauf intensiv mit dem Thema beschäftigt und mir natürlich auch mehrere Fahrzeuge angeschaut. Im deutschsprachigen Netz findet man leider nicht wer weiß wie viele Informationen, sucht man aber mal auf anderen Seiten, dann kann man sich mit Infos voll saugen wie ein Schwamm.

Ob die bekannten Probleme und Zipperlein ab der 2. Generation kalkulierbar sind, dass möchte ich nicht beurteilen, ich weiß halt das es die besagten Schwierigkeiten gibt und habe dich deshalb darauf hingewiesen. Ich habe mittlerweile einen Bekanntenkreis, in dem auch neuere Expedition als "Haustiere" gehalten werden. Als guter Freund mit Landarzt Eigenschaften, fahre ich natürlich auch ab und zu mal durch die Gegend um so ein Eisenross von seinen Krankheiten zu heilen.

Etwas passenden, dass einem über den Weg fährt, ich glaube das ist ganz schön schwierig. Von den Fahrzeugen gibt es nicht wirklich viele hier in Deutschland und das was manchmal online angeboten wird, dass ist in vielen Fällen grottenschlecht und deshalb auch wer weiß wie lange online gestellt. Ich habe im Lauf der Zeit schon Angebote gesehen, die standen teilweise bis zu 1 Jahr in Netz, da lohnt es sich dann auch nicht hin zu fahren, denn das haben viele andere vorher nämlich schon gemacht.

Auch wenn man jetzt meint der Markt ist klein und es gibt kaum Interessenten für so ein Fahrzeug, dann liegt man leider falsch. Es gibt mehr Interessenten als man denkt, nur sind die aber auch nicht blöde und kaufen jeden Mist. Gute Fahrzeuge verschwinden spätestens nach 3 – 5 Tagen wieder aus dem Netz und auch dann bleibt zu hoffen, dass der neue Besitzer aktiv etwas für sein Fahrzeug tut. Bleiben Wartung und Pflege weitestgehend aus, dann tauchen diese Fahrzeuge total abgerockt und mit einem riesigen Wartungsstau nach ein paar Jahren wieder auf.

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Zuletzt bearbeitet von Wanne V8 am 04.04.2020 00:23, insgesamt einmal bearbeitet
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dirk68



Anmeldungsdatum: 30.04.2016
Beiträge: 1376
Wohnort: Geilenkirchen

BeitragVerfasst am: 03.04.2020 23:00    Titel: Antworten mit Zitat

Die entscheidende Frage bei der ganzen Sache ist, kannst du es selbst machen oder halst du die Kohle es machen zu lassen.
Meinen Mercury Sable hatte ich über 10 Jahre und habe das Getriebe ein Dutzend mal draußen gehabt. Ich habe es auch richtig beansprucht, obwohl ich wusste, daß ich danach wieder ein Wochenende in der Garage verbringe. Nach dem 3ten Ausbau hat es mit Hebebühne 1,5 Stunden gedauert, bis der Kram auf dem Boden lag. Um so ein Getriebe zu überholen muss man nicht Maschinenbau studiert haben.
Ich habe beim Überholen Fehler gemacht, und das Teil nach dem Test gleich wieder ausgebaut, aber auch das hat mich schlauer gemacht. Ich hatte aber nie Angst etwas falsch zu machen, und dabei gleich mal einen Überholsatz für 300€ in die Tonne zu treten. Da ich dann aber keine Möglichkeit mehr hatte, es selbst zu machen, habe ich ihn abgegeben. Sonst hätte ich das fahrende Sofa heute noch aus Spaß an der Karre.
Jetzt kann ich, WENN ICH ZEIT HABE, wieder das meiste selbst machen und bin happy mit meinem Eisenschwein. Wenn nicht fahre ich zu Thomas.
Wenn man weiß, wie man mit den Kisten umgehen muss, sind die extrem schmerzfrei. Mein V6 bringt mich auch mit 5 Zylindern nach Hause. Wenn man die Kisten ausreizt, hört man mit der Zeit, ob es ein Problem gibt.
Einen richtig guten Explorer I oder II zu finden, ist auch nicht mehr so einfach. Mein 2ter hatte ein paar überschaubare Macken aber laut Vorbesitzer einen generalüberholten Motor mit 7000km auf der Uhr. Da mein 1ter baugleich war, hatte/habe ich Ersatzteile und kann Defekte überholen, wenn ich Zeit habe.
Er hat noch ein paar Problemchen, aber er läuft. Mein Hausumbau hat Vorrang und bis danach muss er halt durch. Dann wird er die Pflege bekommen, die er verdient.
Aus der Mercury Zeit habe ich gelernt, daß es manchmal billiger ist, ein ganzes Auto als Spender zu kaufen, als Ersatzteile in den USA zu bestellen. Mit Getriebeschaden gibt es meinen für 1000€ oder weniger. Die Frontscheibe mit Steinschlag ist teurer ohne TK. Ich werde mir auch noch einen Spender zulegen. Der Garten ist groß genug für 10.

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Neuwagen sind langweilig.
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Wanne V8



Anmeldungsdatum: 14.02.2017
Beiträge: 1144
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BeitragVerfasst am: 04.04.2020 00:48    Titel: Antworten mit Zitat

Die entscheidende Frage mit dem machen, oder machen lassen, ja da sind bei einem Expedition sicherlich noch mehr Fragezeichen zu finden, als wie bei einem Explorer. Eigentlich ist das ja nur ein großes Auto, dass man mit den entsprechenden (großen) Werkzeugen auch wunderbar reparieren und warten kann. Hat man aber den Sachverstand nicht, fehlt einem der Zugang zu den benötigten Werkzeugen, schnallt man es nicht das Öl und Betriebsflüssigkeiten in regelmäßigen zeitlichen Abständen auch mal gewechselt werden müssen, ja was ist dann?

Die überdimensionierten Teile an einem Expedition mögen selbst bei totaler Vernachlässigung schon eine ganze Zeit funktionieren, aber fährt man nur auf Verschleiß, dann ist jedes auch noch so total übertriebene Bauteil irgendwann am Ende. Kommt dann doch eines Tages das große Erwachen bei einem technischen Defekt, dann merkt man spätestens jetzt, dass man Ersatzeile für seinen Expedition nicht bei ATU kaufen kann. Selbst der ortsansässige Ford Händler lässt einen gerne abblitzen, eben weil die „so ein Ding“ noch nie gesehen haben.

Selbst mit 400.000mls ist so ein Gerät noch kein altes Eisen, die Laufleistung zeigt aber, dass man sich offensichtlich drum gekümmert hat. Angaben zur Laufleistung sollten beim Kauf also nicht wer weiß wie extrem interessieren, was viel interessanter ist sind die Antworten auf die Fragen ob man sich um das Fahrzeug gekümmert hat.

Ein Expedition bringt dich heim … immer!

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Mopar_Driver



Anmeldungsdatum: 08.12.2015
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BeitragVerfasst am: 04.04.2020 08:24    Titel: Antworten mit Zitat

Auch wenn du das nicht hören willst. Der Vater von einem Freund besitzt in den Staaten eine Werkstatt. Seine Meinung zum Expedition war, dass der Expedition der Regierung zu unzuverlässig und zu teuer ist. Obwohl er auf Chevy auch nicht so gut zu sprechen ist, lobte er die Tahoes und Suburbans. Er schwört selbst auf die F150 und Rams - PU eben.
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anncarina
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BeitragVerfasst am: 04.04.2020 14:12    Titel: Antworten mit Zitat

PU?

Also ich finde noch immer die Fords am besten. Hab gerade mal wieder einen Chevy da für den die TEiolebeschaffung mehr als schwierig ist. Und 2 Cadillac Kunden die aufgegeben haben und Ihre Karren wegen (wirtschaftlich) unlösbarer Probleme abgegeben haben - weit unter Einstand!

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Anmeldungsdatum: 08.12.2015
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BeitragVerfasst am: 04.04.2020 14:27    Titel: Antworten mit Zitat

PU = Pick Up.

Ich kann mich bei Ford was Teile angeht bisher nicht beklagen. Habe schon immer das bekommen was ich wollte und meist auch innerhalb einer Woche. Jedoch muss ich zugeben, dass ich nichts bei einem Händler hier in D kaufe, sondern direkt in den Staaten bestelle. Zuletzt zwei Querlenker für den XP3 für 270 EUR incl Versand, Zoll und Steuer.

Beim Chevy Tahoe waren die Teile auch recht easy zu kommen, aber wäre da diese dumme Programmierungsgeschichte nicht. Ohne Diagnosetool für 500EUR und Anbindung an den GM Server keine Chance was zu programmieren.

Beim GM Händler in D hat jedes Teil auch mal 2-3 Wochen gebraucht bis es da war.

Was für ein Chevy ist das bzw was waren das für Caddys?

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Wanne V8



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BeitragVerfasst am: 04.04.2020 23:46    Titel: Antworten mit Zitat

Die Ersatzteilprobleme und die zum Teil genannten Preise für Ersatzteile kann ich irgendwie nicht nachvollziehen. Ich kaufe die Ersatzteile für meinen Expedition auch weltweit, nur komme ich dabei nicht auf so hohe Preise für nur einzelne Komponenten. Ich kaufe die Produkte immer als Kitt, oder als Set, möglicherweise liegt ja da der Unterschied.
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BeitragVerfasst am: 05.04.2020 08:03    Titel: Antworten mit Zitat

Da würde mich doch glatt mal interessieren was zwei vernünftige Querlenker Vorne Unten für einen Expeditionen kosten, vorallem mit Versand bei schätzungsweise 25kg Versandgewicht, auf den dann auch noch Steuern und Zoll erhoben werden Very Happy Und dass alles fair zugeht vergleichen wir 4WD mit 4 WD Very Happy Very Happy
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Wanne V8



Anmeldungsdatum: 14.02.2017
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BeitragVerfasst am: 05.04.2020 21:44    Titel: Antworten mit Zitat

Für die unteren Querlenker habe ich die Kugelkopfgelenke und Querlenkerbuchsen zum einpressen, ich muss also keinen kompletten Querlenker kaufen. Meine Querlenker sind auch nicht beschädigt, oder durchgerostet, daher ist ein Kauf also nicht angedacht. Zum auspressen und einpressen der Gelenke und Buchsen habe ich das passende XXL Werkzeug.

Die Kugelkopfgelenke waren bei einem sehr großen Komplettset mit dabei, die Querlenkerbuchsen (API 270095502) gab es bei Rockauto im Ausverkauf / Lagerräumung im 2er Pack für 2,98 Euro. Die oberen Querlenker liegen bei dem Komplettset mit bei, da muss ich also nichts auspressen und austauschen.

Ich habe für die Vorderachse praktisch jedes Gelenk, jeden Hebel und jede Buchse, die Gesamtkosten lagen bei rund 170 Euro, inklusiv Steuern und Versand. Es handelt sich jeweils um Restposten, die Querlenkerbuchsen habe ich von Rockauto, das Komplettset von ebay.com. Gekauft habe ich auf Vorrat, nicht weil ich etwas aus diesen Bestellungen gebraucht habe!

Querlenker unten für 4-WD finde ich für 84 Dollar, plus Versand und Steuern.

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BeitragVerfasst am: 06.04.2020 07:45    Titel: Antworten mit Zitat

Oh verdammt, da habe ich ja einen überteuerten Preis von 95$ für einen Moog Querlenker bezahlt Very Happy

Worauf ich raus will, du ziehst hier über Teilepreise für den Explorer her und dein Expedition ja viel wirtschaftlicher usw... Du vergleichst Äpfel mit Birnen. Nämlich neue Ersatzteile mit instandgesetzen Teilen. Rechne darauf mal deine Zeit. Und da sind noch nichtmal die Preise für das Spezialwerkzeug enthalten.

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