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Leicht bockig der Dicke
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zrx-till



Anmeldungsdatum: 21.11.2017
Beiträge: 43
Wohnort: Salzgitter

BeitragVerfasst am: 12.03.2019 12:07    Titel: Leicht bockig der Dicke Antworten mit Zitat

Mahlzeit !

Ich habe seit einiger Zeit ein paar Sorgenfalten wegen unserem Fordzilla
auf der Stirn. (2006er Expedition, 5.4 3V.)

Wenn er richtig warm gefahren ist, ich dann schön mit 70 am Cruisen
bin (im Overdrive), wird der Dicke bockig wenn ich aufs Gas trete.
Es ruckelt dann 1-3 mal und dann zieht er sauber durch. Dabei spielt es
keine Rolle, ob er auf Benzin oder Gas läuft.

Ich kann das Phänomen ziemlich genau auf den Drehzahlbereich zwischen
1090 - 1150 eingrenzen.

Sowas läßt mir ja nun keine Ruhe Evil or Very Mad . Als erstes habe ich natürlich
Forscan befragt. Kein Fehlereintrag und auch kein Missfire in der Onbordüberwachung. Dann Testfahrt mit Handtester. Auch da keine
Auffälligkeiten.

Fueltrim super, Lambdawerte gut (bei Kurven liegen fast identisch
übereinander).

Dann habe ich aus Frust erstmal alle Kerzenstecker rausgeschmissen
und neu gemacht. Leider auch ohne Erfolg. Zündkerzen könnte es ggf. noch
sein !?!

Die sind aber erst ca. 60tkm drin. Und wie passt das zur niedrigen
Drehzahl im Overdrive ?

8 neue Zündkerzen ist jetzt kein Geld. Keine Frage.... nur es ist halt der 3V.
Da will ich freiwillig eigentlich nicht dran. Vor allem nicht im Carport
bei den Temperaturen. Sad Reist mir da ne Kerze ab, bin ich am Arsch !

Auf Youtube habe ich gesehen, dass es im IDS einen "Power Balance - Test" gibt, um ggf. eine faule Zündkerze zu finden.
Gibst sowas auch bei Forscan ??

Parallel geht meine Überlegung auch schon in Richtung Getriebe. ANGEBLICH
ich das bei 160tkm schon mal revidiert. (Aktuell hat der Brocken 215tkm auf der Uhr). Getriebeöl ist aber hell rot, riecht wie eine frische Sommerbrise
und schmeckt nach Erdbeere. Very Happy Also kein Anzeichen, das da was im Argen
sein könnte.

Auch fühlt es sich nicht an, als würde der Overdrive durchrutscht.

Gibts von euch Ideen oder Tips dazu ??

Grüße Till
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anncarina
Moderatoren-Team
Moderatoren-Team


Anmeldungsdatum: 28.06.2007
Beiträge: 18698
Wohnort: Schöffengrund

BeitragVerfasst am: 12.03.2019 12:50    Titel: Antworten mit Zitat

Als erstes würde ich mal scannen was das Getriebe macht. Vielleicht wirft er die Gänge durcheinander.
Dann kannst Du die Kompression mittels Tester prüfen.
Die Kerzen kann man immer tauschen wenn man so ein Phänomen hat. Ich würde dann halt gleich die Kompression richtig messen.

_________________
Geht nicht? Gibts nicht!
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Dirk12



Anmeldungsdatum: 27.11.2017
Beiträge: 88

BeitragVerfasst am: 12.03.2019 15:24    Titel: Antworten mit Zitat

Hatte das mal beim Chevrolet Trans Sport und zu letzt beim Expedition.
Ruhiges cruzen bisschen Gas geben im Overdrive, ruckelte.
Beim Chevy Zündkerzen, beim Expedition Zündspule.

_________________
Ford Expedition 4,6 Bj 2001
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Wanne V8



Anmeldungsdatum: 14.02.2017
Beiträge: 882
Wohnort: Herne

BeitragVerfasst am: 12.03.2019 23:22    Titel: Antworten mit Zitat

Die Kerzenstecker sind nie ganz dicht nach oben hin, da kann immer mal Feuchtigkeit mit ins Kerzenloch geraten. Es muss nicht immer die Motorwäsche sein die zu Problemen führt, auch Spritzwasser, oder durch die Scheibenabdeckung sickerndes Regenwasser kann von oben auf den Motor tropfen. Je nach Zylinder mal mehr und mal weniger, vor allem dann wenn die Zündspulen bei der Montage nicht richtig ausgerichtet sind, sondern leicht verdreht.

Die Dichtlippe oben am Silikonschlauch dichtet das darunter liegende Kerzenloch dann möglicherweise nicht richtig ab, schon hat man ganz schnell mal Feuchtigkeitsprobleme. Beim heraus schrauben der Zündkerzen sieht man später sehr oft einen rostigen Kranz am Isolator, dass ist ein Anzeichen dafür das da mal Feuchtigkeit im Spiel gewesen ist.

Die Streusalzbrühe nach einer winterlichen Ausfahrt macht ganz besonders gerne mal allen möglichem Blödsinn, eben weil das Salzwasser den Strom besser leiten kann. Da reicht es auch schon aus wenn die Gischt der vorausfahrenden Fahrzeuge im Motorraum landet, der feine Wassernebel landet überall.

Würde der Overdrive rutschen kommt das nicht wie ein Ruckeln rüber, da hätte man kleine Sprünge im Drehzahlband und die kannst du dir als Messkurve anzeigen lassen. Die Laufleistung ist wohl auch eher kein Problem, wobei ich jetzt aber nicht weiß welches Getriebe bei deinem Baujahr verbaut ist.

Schalte den Overdrive doch einfach mal ab, dazu brauchst du ja nur auf das Knöpfchen am Schaltheben drücken. Vermutlich ist das Ruckeln dann aber immer noch vorhanden, nur kannst du dann aber einen weiteren Punkt ausschließen.

Kurzes schütteln würde ich eher auf ein Zündproblem zurückführen, der Einspritzdruck scheint ja zu passen und die Einspitzdüsen hast du vor längerer Zeit ja schon mal auf dem Plan gehabt. Abgesehen davon ist das Problem ja im LPG Betrieb auch vorhanden und man kann deshalb sehr viele Möglichkeiten von der Liste streichen.

Die Zündkerzen haben offensichtlich ein Problem damit das angereicherte Gemisch sauber zu zünden, wobei die Zündkerzen vom 3V Motor ja eh eine Sache für sich sind. Die Kerzen beim 3V Motor halten gut und gerne 100.000 km, da könnte man jetzt bei 60.000 km dennoch einen Blick darauf werfen.

Zur Demontage sollte man sich vorab das passende Tool zurecht legen, nicht das es zu Überraschungen kommt. Bei dem Set aber unbedingt die vollständige Version erwerben, also die wo auch der Porzellan Puller mit dabei ist.

Viele andere Möglichkeiten fallen mir jetzt nicht ein, es gibt mit Sicherheit aber noch die eine oder andere Sache die auch zu solchen Problemen führt.

_________________
2002er Ford Expedition, Eddie Bauer Edition, 5,4L Triton V8, 2WD, 275/60/R17, Air Ride System, 3,55er Achse mit Limited Slip, 3,5t AHK.
KME NEVO Pro Gasanlage, Hana Gold Ventile, 103L Gastank, Prins ValveCare Elektronik + Sequentielle Additivzuführung mit 8-Fach Verteiler + nachfüllbare Additivflasche
Leistungssteigerung durch Programmierung auf 98 Oktan (ca. 300PS / ca. 500Nm)
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zrx-till



Anmeldungsdatum: 21.11.2017
Beiträge: 43
Wohnort: Salzgitter

BeitragVerfasst am: 13.03.2019 15:39    Titel: Antworten mit Zitat

Erstmal danke für die Tips und Hinweise.

Schalte ich den Overdrive aus, bewegt sich ansonsten die Drehzahl
eigentlich nie in einem so niedrigen Bereich und der Motor bockt
dann auch nicht. Oder ich merke es halt einfach nicht, weil der Motor
so schnell hochdreht. Wir haben die 3,73 Übersetzung, da liegt halt
immer etwas mehr Drehzahl an.

Wenn wir Anhänger fahren, machen wir prinzipiell den Overdrive raus,
damit nicht ein so hohes Drehmoment auf´s Getriebe wirkt.

Getriebe ist ein 4R75E, Durch die "Heavy Duty Trailer Option" ist auch
ein schöner, großer Öhlkühler verbaut.

Würde der Overdrive durchrutschen, müsste sich das doch so anfühlen
als wenn die Kupplung beim Schalter durchrutscht, oder ? Also Drehzahl
steigt und kaum Vortrieb....

Feuchtigkeit im Kerzenbereich ist und war eigentlich noch nie ein
Thema. Auch Spritzwasser kommt da nicht hin. Auch als ich
die Zündspulen getauscht habe war da von Feuchtigkeit nichts zu
erkennen. Auch kein Gammel oder Rost.

Dann werde ich wohl auf besserer Wetter warten und mich dann
mal an die Arbeit machen und die Kerzen wechseln. Da habe
ich ja sowas von keinen Bock drauf !!! Evil or Very Mad

Dass der Dicke einen Kerzenwechsel bekommen hat, ist auch nur
mündlich überliefert. Angeblich war das Auto inder Nähe von Bremen
auch immer in einer Fachwerkstatt für US-Cars. Aber bei dem Pfusch
der an dem Auto schon angerichtet wurde, kann ich mir auch vorstellen,
dass der Kerzenwechsel vielleicht auf der Rechnung stand.... aber nie
ausgeführt wurde.

Ich muss vielleicht in einer ruhigen Minute mal zu unserem Ford-Onkel
in Wolfenbüttel. Der macht viel mit Ponys sämtlicher Baujahre. Da müsste
er sich ja eigentlich auskennen. Vielleicht macht der für die Aktion
einen akzeptablen Preis.

Grüße Till
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Dirk12



Anmeldungsdatum: 27.11.2017
Beiträge: 88

BeitragVerfasst am: 13.03.2019 17:17    Titel: Antworten mit Zitat

Jörg hat ja alles schon super beschrieben, traf auf meinem Expedition zu.
1200 U/min in der Stadt, ruckte kurz bei bergauf fahrt. Dann kam das nochmal vor und irgendwann auf der Fahrt im Sauerland biem bergauf fahrt ruckte er wieder und lief dann ziemlich bescheiden. Auf der Rückfahrt kam dann noch die MKL. War dann beim Jörg, hatten festgestellt, Zylinder 7 misfire. An der Zündspule sah man schon etwas Salz vom Winter. Also hatten wir Zündspule und Zündkerze gewechselt. Seit dem kein Rucken mehr bei niedrigen Drehzahlen weder gerade oder bergauf fahrt.
Bei niedrigen Drehzahlen und gasteben braucht man wohl mehr Strom der durch die Zündspule/Zündkerze fließt.
Zündkerzenwechsel: Vielleicht haben die nur vorne gewechselt weil hinten ist schwieriger dran zu kommen. Nicht das erstmal. Oder vielleicht auch garnicht.
Drücke die Daumen.

_________________
Ford Expedition 4,6 Bj 2001
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Wanne V8



Anmeldungsdatum: 14.02.2017
Beiträge: 882
Wohnort: Herne

BeitragVerfasst am: 13.03.2019 22:54    Titel: Antworten mit Zitat

Ein durchrutschender Overdrive fühlt sich in der tat an wie eine rutschende Kupplung beim Handschalter. Der mechanische Bereich vom Overdrive beinhaltet ja auch eine Kupplungseinheit und einen zusätzlichen kleinen Getriebeblock. Würde da tatsächlich was durchrutschen, dann kann man das ganz schnell am Getriebeöl riechen, der Geruch vom verbrannten Kork steigt dir schon bei kleinen Problemen in die Nase.

Ist der Overdrive aus, dann wird dieser Bereich umgangen, die Kupplungsscheiben bleiben offen und es kommt zu keiner Kraftübertragung im Overdrive. Das zusätzliche Gelege im Getriebe soll dafür sorgen das die Motordrehzahl abfällt, obwohl die Geschwindigkeit gleich bleibt.

Wenn das was rutschen sollte hängt es oftmals mit zu wenig Öldruck auf dem Lamellenpaket zusammen, dass kann im einfachsten Fall auf eine Verschmutzung der Ölkanäle im Getriebe zurückzuführen sein. Das Öl kann man ja schließlich auch wechseln ohne dabei die Ölwanne abzunehmen, indem man es über die Peilstaböffnung absaugt. Es wird auch immer nur ein gewisser Teil vom Öl gewechselt und der Dreck verbleibt im Getriebe.

In dem Filter ist oftmals nur ein Schaumstoffeinsatz drin, da wird kein Filterpapier wie im Motorbereich eingesetzt, die Möglichkeit das hier wirklich der Durchfluss behindert wird tendiert gegen null! Manchmal hilft eine Getriebespülung, sollte tatsächlich ein Problem im Bereich des Lamellenpakets vorhanden sein. Ein 20 Liter Kanister Öl, ein Reinigungsadditiv, eine Absaugpumpe zum mehrfachen Ölwechsel und ein Filterpaket mit Dichtungssatz sollte Abhilfe schaffen, wenn der Fehler wirklich aus diesem Bereich kommen sollte, was ich mir aber nicht vorstellen kann.

Wenn es nur mal kurz ruckelt und in anderen Last und Drehzahlbereichen keine Probleme fühlbar sind, dann würde ich einen anderen Bereich als Fehlerquelle vermuten. Ein mündlich überlieferter Kerzenwechsel kann alles bedeuten, da sind selbst einzelne nicht mit ausgetauschte Zündkerzen möglich.

Den Zündkerzenwechsel machen lassen, auf so was würde ich mich nicht einlassen, auch wenn das mit Arbeit und Problemen im Zusammenhang steht. Einfach schnell und akzeptabler Preis, dass gab es mal beim VW Käfer, ging was nicht dann hat man mal eben schnell den Motor ausgebaut. Mache es selber, mache es gründlich und mit eingeschalteten Gehirn, dann weist du am Ende wenigstens das es gründlich gemacht worden ist.

Die restlichen Erfahrungen mit deinem Fahrzeug sollten dir doch eigentlich schon gezeigt haben in welche Richtung so was geht, unwissende Leute bauen Mist, den du dann später selber finden musst und dann wieder beseitigen. Mit dem richtigen Tool kann dir eigentlich nicht viel passieren, außer halt dem etwas größeren Arbeitsaufwand und den Schweißperen auf der Stirn!

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GeppiF250



Anmeldungsdatum: 26.11.2018
Beiträge: 52
Wohnort: Halberstadt

BeitragVerfasst am: 14.03.2019 08:11    Titel: Antworten mit Zitat

Ih schreibt da immer von einem Spezialwerkzeug für das Kerzen wechseln...
Ist das bei dem Wagen wirklich soo eine Wissenschaft? Very Happy

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1988 Ford F250 Diesel
1999 Ford Explorer
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zrx-till



Anmeldungsdatum: 21.11.2017
Beiträge: 43
Wohnort: Salzgitter

BeitragVerfasst am: 14.03.2019 15:53    Titel: Antworten mit Zitat

Jaaaaaa !

Ist ein riesen Spaß !!!

Das sind relativ dünne, aber lange Zündkerzen.
https://www.summitracing.com/int/parts/atl-ht15

Die Kerzen bestehen aus 2 Teilen. Der untere, glatte Teil gammelt
gerne im Zylinderkopf fest. Wenn man dann versucht, die Kerze einfach
so herauszudrehen (wie bei jedem anderen Auto), bleibt der glatte
Teil tief im Zylinderkopf stecken, während du das Teil mit dem Gewinde
in der Hand hältst.

Dann braucht man wieder Spezialwerkzeug, kleine Finger wie ein
südkoreanischer Schuljunge und Nerven aus Stahl und viel Zeit !
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Wanne V8



Anmeldungsdatum: 14.02.2017
Beiträge: 882
Wohnort: Herne

BeitragVerfasst am: 14.03.2019 17:39    Titel: Antworten mit Zitat

Der „Spaß“ und das Spiel mit dem Feuer betrifft ja nur die 3-Ventil Motoren mit ihren unmöglich langen Zündkerzen. Kohlenstoffablagerungen aus dem Brennraum sorgen dafür, dass der vordere Bereich der Zündkerze in der Öffnung vom Zylinderkopf wie fest betoniert festsitzen können.

Im Normalfall werden eine oder mehrere Zündkerzen bei der Demontage beschädigt, der vordere Teil reißt beim herausschrauben ab und verbleibt im Kerzeloch. Zur Demontage benötigst du ein Spezialtool, damit bekommst du die Reste wieder heraus.

Der Motor im Expedition ist so wunderschön „gut zugänglich“ verbaut, da hilft dir ohne das Werkzeug noch nicht mal der Schuljunge weiter. Einige Zylinder kann man ja gut erreichen, aber alles was hinten am Motor sitzt wird im schlimmsten Fall zum Tag füllenden Arbeitserlebnis.

Es macht aber nur Sinn das etwas teurere Set zu kaufen, nämlich das wo der Porzellan Puller mit dabei ist. Spart man beim Kauf ein paar Euro, dann ist dieses Teil nicht mit dabei. Es kann aber hin und wieder passieren, dass die Kerze beschädigt wird und zusätzlich auch noch der Isolator im abgebrochenen Rest verbleibt. Passiert so was und du hast das Tool dafür nicht, dann ist der Tag so richtig versaut!

https://www.amazon.com/Lisle-65700-Broken-Remover-Engine/dp/B00SQ4FSN6

Der Spaß am 2-Ventil Motor war dafür ein anderer, denn hier werden gerne mal die Zündkerzen aus dem Zylinderkopf ausgespuckt. Der Arbeitsaufwand ist hier zwar anders, aber es treibt einem auch die Schweißperlen auf die Stirn.

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dirk68



Anmeldungsdatum: 30.04.2016
Beiträge: 735
Wohnort: Uebach-Palenberg

BeitragVerfasst am: 14.03.2019 19:31    Titel: Antworten mit Zitat

Nur so aus Neugier.

Zitat:
Ist der Overdrive aus, dann wird dieser Bereich umgangen, die Kupplungsscheiben bleiben offen und es kommt zu keiner Kraftübertragung im Overdrive.


Hat Ford da etwas geändert bei dem Getriebe ohne mir Bescheid zu sagen.
Für mich ist der Overdrive nur ein simples Planetengetriebe mit einer inneliegenden verzahnten Welle, 3 oder 4 Stirnrädern und einer inneverzahnten Trommel mit einem Bremsband. Im höchsten Gang drehen sich die Stirnräder und die Drehzahl von Welle und Trommel ist verschieden. Wenn der OD zuschaltet, wird die Trommel abgebremst, damit die Stirnräder zum stehen kommen. Dadurch ist die Drehzahl der Welle gleich der Drehzahl der Trommel. Wird das Drehmoment an den Stirnräder zu groß, drehen sie sich wieder und der OD ist abgeschaltet. Das AXODE (4Gang mit OD) vom Ford Taurus kennt auch 1OD.
Wie funktioniert das ganze mit den Kupplungsscheiben? Ich will ja nicht dumm sterben und vieleicht mache ich mal ein Upgrade.
Für mich wäre das dann kein 4Gang mit OD sondern ein 5Gang Getriebe.

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U2 Bj. 99 SOHC, Prins Gasanlage, Eberspächer Standheizung, Automatic Head Light.
Zafira A Bj. 04 als Corsa Ersatz
Honda GL500 Silverwing Bj.83
Staub PP3B Bj. 59

Neuwagen sind langweilig.
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Wanne V8



Anmeldungsdatum: 14.02.2017
Beiträge: 882
Wohnort: Herne

BeitragVerfasst am: 15.03.2019 02:42    Titel: Antworten mit Zitat

Also ob der Overdrive mit einem Bremsband betätigt wird, die Frage kann ich dir jetzt nicht wirklich beantworten. Ich meine nur zu wissen das es für den Overdrive beim 4R100 Getriebe Lamellenscheiben gibt.

Ich habe mein Getriebe bisher nicht zerlegen müssen, mir fehlt somit der reale Vorgang. Falls ich da jetzt was durcheinander bringen sollte, so kann ich mich nur entschuldigen!

Bei mir ist ein 4R100HD2 Schwerlastgetriebe verbaut, da ist in jedem Fall der Anpressdruck auf die Lamellen deutlich größer, was mit einem höheren Öldruck zusammen hängt. Beim 4R100HD2 sind vor allem die Federn im Steuerblock etwas stärker und Unterschiede bei den Steuerkolben gibt es vermutlich auch.

Die restlichen Veränderungen würde man vermutlich nur im 1:1 Vergleich erkennen, dass habe ich aber noch nie gemacht. Die Ölwanne ist auch größer und fasst 2 Liter mehr ÖL, außerdem ist der Ansaugschnorchel vom Ölfilter ein ganzes Stück länger. Beim Standartfilter ist der Saugschnorchel deutlich zu kurz, dass hat bei mir schon mal zu einer ungeplanten Überraschung geführt.

Bis 80 - 90 km/h gibt es keine Motorbremse, es sei denn ich nehme den Overdrive raus. Nehme ich den Fuß vom Gas geht der Motor andernfalls auf Leerlaufdrehzahl runter, bremst den Wagen aber nicht ab.

Es gibt beim durchschalten der Gänge auch deutlich mehr Sprünge in der Drehzahl, als Gänge vorhanden sind, Überbrückung auf und zu, da hast du praktisch immer einen halben Gang zusätzlich.

Die Teile aus einem normalen Getriebe werden in dem Video schön gezeigt.
https://www.youtube.com/watch?v=3OoC2BfmmrM

Wenn du mal ganz viel Zeit hast, es gibt bei YouTube viel Material zum ansehen, insgesamt sind es 16 Teile mit einer sehr ausführlichen Erklährung.

Ford E4OD / 4R100 Class lesson 1 of 16 … Ford E4OD / 4R100 Class lesson 16 of 16

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GeppiF250



Anmeldungsdatum: 26.11.2018
Beiträge: 52
Wohnort: Halberstadt

BeitragVerfasst am: 15.03.2019 08:22    Titel: Antworten mit Zitat

Oh gott oh gott.

Ein Grund mehr mir keinen expedition zuzulegen Smile

Danke für die umfängliche Ausführung.

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1999 Ford Explorer
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dirk68



Anmeldungsdatum: 30.04.2016
Beiträge: 735
Wohnort: Uebach-Palenberg

BeitragVerfasst am: 15.03.2019 15:11    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Ich meine nur zu wissen das es für den Overdrive beim 4R100 Getriebe Lamellenscheiben gibt.


Da werden sie das Band durch Scheiben ersetzt haben. Das macht Sinn, da das Band bricht, wie bei mir das für den Rückwärtsgang, oder sich abnutzt, wenn man mit Anhänger oder voll beladen in den Bergen den OD nicht abschaltet. Dann fängt der Srvo für das Band an zu flippern.

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Neuwagen sind langweilig.
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Wanne V8



Anmeldungsdatum: 14.02.2017
Beiträge: 882
Wohnort: Herne

BeitragVerfasst am: 15.03.2019 20:39    Titel: Antworten mit Zitat

Also ich habe mir einen Expedition zugelegt, weil dieses Gefährt so herrlich überdimensioniert ist. Vom technischen her kann ich mich absolut nicht beschweren, denn auch wenn man das Fahrzeug ordentlich auslastet, dann hat man immer noch Reserven ohne Ende. Ich habe mir auch ganz bewusst ein Fahrzeug aus der ersten Baureihe ausgesucht, denn mit ein bisschen Pflege und Wartung hält so ein Brummer schon erstaunlich lang.

Außer einem einzigen Zipperlein hatte ich damit bis jetzt auch noch keine Probleme, obwohl ich zugeben muss das mich mein Zipperlein 6 Wochen beschäftigt hat, bis ich letztendlich ein paar dösige Lötstellen auf der Platine vom Tachometer als Fehlerquelle ausmachen konnte. Nachdem ich die Lötstellen nachgelötet habe und die Benzinpumpe ausgetaucht, seit dem sind alle Probleme verschwunden.

Voll beladen in den Bergen und mit einem Anhänger hinten dran, bin ich mit meinem Wagen noch nicht unterwegs gewesen, aber mit viel Last im Flachland schon öfters mal. Bis zwei Tonnen am Hacken lasse ich den Overdrive drin, nur an echten Steigungen nehme ich ihn dann raus, durch die etwas höhere Drehzahl hat der Motor auch einen besseren Durchzug und es geht ordentlich voran.

Man darf es nicht übertreiben und für den Fall aller Fälle gibt es das Knöpfchen am Schalthebel, setzt an das rechtzeitig ein bleibt einem der Fahrspaß erhalten. Ich habe natürlich kein Interesse an Getriebeproblemen, denn die Arbeit daran ist schon beträchtlich. Die Informationen zum Innenleben habe ich jetzt auch nur von vielen Webseiten zusammen getragen, dabei ging es für mich aber auch nur um das Interesse für mein Getriebe und nicht darum wie man es zerlegt und repariert.

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