Tach,
hatte ja ganz vergessen zu berichten, was sich getan hat:
Mutters XP (samt Mutter

) war Ende April eine Woche hier. Also Arbeit...
-Hintere Bremse komplett erneuert (Trommel, Beläge, Bremszylinder, Versteller). Ein Belag war durch Rost abgesprengt und hat geschliffen. Zylinder leicht undicht. Trommel leicht eirig und so rostig, daß der Rand beim abhämmern abgebrochen ist.
Mann, ich dachte erst, ich kriege die Leitungen niemals aus den Zylindern. Aber WD40 im Wechsel mit Hitze (Fön) bis es verdampft wirkt Wunder.
-Vordere Bremse: Die Karre hat wie blöd nach links gezogen beim Bremsen. So sehr, daß eine Vollbremsung zum Ausbruch führte. Bremsbeläge aber recht gleichmäßig abgenutzt und Kolben gängig. Also beim TÜV auf den Prüfstand: Über 50% Differenz. Muß doch was dran sein.
Was wars? Der rechte innere Belag hat sich in die Führung oben und unten eingearbeitet. Beim Bremsen stützt sich der Kolben an dem Belag ab, der Belag stützt sich an der Führung, statt auf die Scheibe zu drücken. Nur der äußere wirkt.
So einen SCHEISS hab ich noch nie gesehen. Daß die Führung Teil des Achsschenkels ist! Nicht austauschbar, außer komplett.
Gut, ich hatte es schon beim Traggelenkwechsel gesehen... aber nicht für SO schlimm gehalten.
Die Führung war auf einer Seite schon auf ca. 1-2mm durch. Was tun?
Schweißgerät, Raupe draufbraten und mit der kleinen Flex einen Präzisionsschliff hinlegen *selbstaufdieschulterklopf*
Perfekt. Alles glatt wie ein Babypopo, Belag gleitet wieder. Die Blechteile des Belags noch in die richtige Form gehämmert. Freihändiges Bremsen geht wieder.
Das Gute daran: Das kann man immer wieder machen. Konstruktiven Pfusch mit handwerklichem -ääh- Improvisationstalent

reparieren.
-Womit wir endlich bei den RADNABEN wären.
Mangels Teflon oder Alu habe ich mir aus normalem Stahl zwei Adapterringe gedreht, die den Verschleiß ausgleichen.
Herrlich, wenn man wieder gescheite Maschinen zur Verfügung hat! Drehbank vor allem, und eine Bandsäge, die einen 1mm dünnen Ring gerade von einem Rohr absägen kann! (Warum nicht auf der Drehbank abgestochen? Weil sie es nicht schafft, leider.)
Leider hab ich keine Bilder gemacht, ich Depp. Aber man kann es sich einfach vorstellen, bei den abgenutzten Alu-Nockenringen hab ich die komplette verschlissene Höhe mit Stahl ersetzt.
Die Kontaktfläche zu den Kunststoff-Federkäfigen habe ich vor dem absägen auf der Drehbank poliert, damit nicht diesmal das Plastik abgetragen wird.
Die Ringe habe ich recht stramm gemacht und zusätzlich mit Sekundenkleber angeklebt. Den speziellen Metall-Metall Kleber habe ich bewußt nicht genommen, vielleicht will ich das noch einmal abmachen. Wenn es sich bewährt, wird es mal gescheit verklebt, wenn nötig.
Und, funkts?
Jo! Einschalten, ausschalten, klick-klack, beide Seiten einwandfrei.
Wenn jetzt noch jemand wenigstens 1-2 der Kunststoffkäfige übrig hätte, wäre mir geholfen. Der eine hat nämlich zwei abgebrochene Teile, die Feder wird nicht mehr gut gehalten. Der andere ist übel eingelaufen, aber noch ganz gut.
Hab das Gesuch auch in den Kleinanzeigen drin.
Bis hierher durchgehalten? Das nenne ich Durchhaltevermögen
Grüße,
Daniel
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