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Zündschloss Austauschen
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VO940



Anmeldungsdatum: 13.08.2015
Beiträge: 37
Wohnort: Mundelsheim

BeitragVerfasst am: 08.08.2017 21:00    Titel: Zündschloss Austauschen Antworten mit Zitat

Hallo, bei mir isr das Zündschloss kaputt (Schlüssel hackt immer stärker) der Austausch an sich gegen ein Gebrauchtes soll ja recht einfach sein wie ist es mit der Wegfahrsperre reicht es wenn ich den alten Schlüssel in das Auto lege

grüße

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Mopar_Driver



Anmeldungsdatum: 08.12.2015
Beiträge: 250
Wohnort: Leimen

BeitragVerfasst am: 08.08.2017 21:07    Titel: Antworten mit Zitat

Das Zündschloss besteht ja aus zwei Komponenten. Einmal mechanisch, so dass das Schlüssel passt und einmal elekronisch mit der Wegfahrsperre und dem Schalter für Zündung.

Habe beim Explorer noch nicht das Zündschloss ausbauen müssen, aber du solltest am Schloss das Modul der WFS abschrauben und an das neue Schloss anschrauben können. Dann funktioniert alles ohne weitere Programmierung.

So war das zumindest bei meinem Mercury Cougar aus 1999 als ich das Schloss getauscht habe. Denke nicht, dass es beim XP anders ist.

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VO940



Anmeldungsdatum: 13.08.2015
Beiträge: 37
Wohnort: Mundelsheim

BeitragVerfasst am: 08.08.2017 21:18    Titel: Antworten mit Zitat

Das neue Zündschloss schaut auf den Fotos aus als ob es nur der Schlieszylinder wäre mach nicht den Eindruck das da noch el. Bauteile dran sind.
Hat es schon jemand mal getauscht?

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Wanne V8



Anmeldungsdatum: 14.02.2017
Beiträge: 470
Wohnort: Herne

BeitragVerfasst am: 08.08.2017 21:39    Titel: Antworten mit Zitat

Die Antenne für den Transponder der Wegfahrsperre ist in direkter Nähe zum Schloss. Es handelt sich um eine Ringantenne, diese befindet sich am äußeren Ende der Schlossmechanik und wird nur lose aufgesteckt.

Man kann den Transponder im Schlüssel selbst aber wechseln und so einen neuen (gebrauchen) Schließzylinder verbauen und den alten Transponder weiter nutzen.

Der eigentliche Transponder liegt mit im inneren des Schlüssel, also dort wo auch die Elektronik der Fernbedienung ist. Es handelt sich um ein kleines Glasröhrchen.

Hat dein Schlüssel keine Elektronik für die Fernbedienung, dann sitzt das Glasröhrchen mit dem Transponder außen seitlich im Schlüssel unter einen kleinen Abdeckung mit einem viereckigen Deckel.

Den alten Schlüssel ins Fahrzeug zu legen bringt nichts, die Funkwellen reichen nur wenige cm weit und dann würde der falsche Transponder ohnehin dazwischen funken!

Je nachdem was für ein Schloss verbaut ist, besteht eventuell die Möglichkeit die Schließung nachzuarbeiten. Hat dein Schlüssel einen normalen Schlüsselbart? Der Schließzylinder wird dafür mit eingeschobenem Schlüssel aus dem Schloss gezogen, dann hat man die Möglichkeit die Schließung nachzuarbeiten.

Das Schloss, beziehungsweise die Schließung selbst, verschleißt im Lauf der Zeit, deswegen hackt der Schlüssel dann irgendwann. Mit einer kleinen Feile lässt sich das Problem schnell beseitigen, dazu werden die zu weit über stehenden Schließungen mit der Feile abgeschliffen und schon hat man wieder ein voll funktionstüchtiges Schloss.

Wie der Schließzylinder gezogen werden kann, dazu gibt es im Internet einige Bilder und Filme, der Ausbau geht in jedem Fall relativ einfach. Es wird auch nur der Schließzylinder heraus gezogen, so wie es bei einem Wechsel der Schließung auch erforderlich wäre.

So was geht aber nur bei den Schlössern mit einem normalen Schlüsselbart, es gibt bei Ford auch andere Schlüssel mit einem eckigen Klotz am vorderen Ende, die verschleißen auch sehr schnell. Bei diesen Schlössern hilft es meistens einen Schlüssel bei Ford nachmachen zu lassen, denn hier verschleißen eher die Schlüssel und nicht das Schloss selbst. In diesem Fall hilft ein neuer Schlüssel vom Ford Händler meistens problemlos weiter!

Ich habe mir jetzt mal einige Bilder dazu im Netz angeschaut, dort habe ich beim Explorer viele Schlüssel mit dem besagten Klotz am vorderen Ende gesehen, aber auch die normalen Schlüssel. In dem Fall mit dem Klotz am Schlüssel heißt es ab zum Ford Händler und für ein paar Euro einen neuen Schlüssel anfertigen lassen, dann den Transponder wechseln, fertig!

Ein neuer, mechanisch passender Schlüssel, ohne Funk, kostet bei Ford etwa 20 Euro, schlimmstenfalls musst du etwas basteln um den Transponder in das Gehäuse zu bekommen. Pass auch das du das Glasröhrchen nicht kaputt machst!

Lass dich nicht bange machen wegen der Wegfahrsperre, dass Problem kannst du selber lösen wenn du ein wenig basteln kannst. Ein neuer Schlüssel mit Transponder, plus Programmierung und so weiter, da sind locker 100 - 200 Euro fällig!

Kannst du mal ein Bild vom Schlüssel einstellen, auch von der Schlüsselinnenseite falls du einen Schlüssel mit Fernbedienung hast, beziehungsweise von der Außenseite, da wo der Transponder mit drin steckt?

Beim Schlüssel vom 2000er Ford Windstar und beim 2002er Ford Expedition sieht der Transponder so aus wie auf den folgenden Bildern. Ganz wichtiger Hinweis, die Antennenspule, also der Kupferdraht, muss zuerst in den Schlüssel gesteckt werden. Der kleine Deckel wird jeweils nur an der schmalen Seite im Schlüssel gehalten, dort am besten mit einem Cuttermesser das Plastik durchschneiden. In keinem Fall wie wild mit einem Schraubendreher im Schlüssel rum pulen, dabei zerstörst du möglicherweise das Glasröhrchen!

Hat der nachgemachte Schlüssel keinen Transponder und auch keine Öffnung dafür, zum Beispiel weil der Schlüssel beispielsweise auf dem Flohmarkt angefertigt wurde, dann muss man halt hingehen und ein Loch in das Schlüsselheft bohren und den Transponder dann dort hinein versenken. Das Loch abschließend versiegeln mit 2K Klebstoff, oder Sekundenkleber, fertig ist der neue Schlüssel.

Ich hoffe ich kann dir mit diesen Tipps weiter helfen!










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2002er Ford Expedition, Eddie Bauer Edition, 5,4L Triton V8, 2WD, 275/60/R17, Air Ride System, 3,55er Achse mit Limited Slip, 3,5t AHK.
KME NEVO Pro Gasanlage, Hana Gold Ventile, 103L Gastank, Prins ValveCare Elektronik + Sequentielle Additivzuführung mit 8-Fach Verteiler + nachfüllbare Additivflasche
Leistungssteigerung durch Programmierung auf 98 Oktan (ca. 300PS / ca. 500Nm)


Zuletzt bearbeitet von Wanne V8 am 09.08.2017 00:19, insgesamt 4-mal bearbeitet
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DerChef



Anmeldungsdatum: 25.07.2005
Beiträge: 2451
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 08.08.2017 23:09    Titel: Antworten mit Zitat

Interessant! Das habe ich noch nie so zu sehen bekommen.
Wieder was gelernt!
Wie wird der Transponder mit Energie versorgt?

Grüße,
Harald

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Wanne V8



Anmeldungsdatum: 14.02.2017
Beiträge: 470
Wohnort: Herne

BeitragVerfasst am: 09.08.2017 00:06    Titel: Antworten mit Zitat

Der Transponder hat keine eigene Stromversorgung, also keine Batterie oder was anderes in der Art. Die Elektronik, so wie auch die Antenne vom Transponder, ist in dem Glasröhrchen zusätzlich mit Harz eingegossen, auf diesem Weg ist die Elektronik und auch die Antenne gut geschützt.

Zerbricht man das Glasröhrchen läuft man Gefahr dabei auch den hauchdünnen Draht der Antenne zu beschädigen. Dieser Draht ist viele Meter lang und so dünn, (um einiges dünner wie ein menschliches Haar) dass es ausreicht in zu zerreißen wenn das Glasröhrchen einen Riss bekommt. Darum sollte man auch sehr vorsichtig mit dem ausgebauten Glasröhrchen umgehen, fällt es einem runter ist der Transponder bei einem Glasbruch in den meisten Fällen nicht mehr funktionsfähig.

Es sind zwei Wicklungen auf der kleinen Kupferspule. Ein sehr langer Draht der später für die Stromversorgung im Transponder zuständig ist und ein kurzer Draht, der als Antenne für den Sender dient.

Der winzige Chip der auf einer kleinen Platine sitzt beinhaltet einen kleinen HF Sender und einen Speicher in dem das Sendeprotokoll und die Transponderkennung abgelegt ist. Super moderne Transponder arbeiten mit einem rollenden Schlüsselcode, der immer wieder aufs neue generiert wird. Hier tauschen sich das Fahrzeug und der Transponder aus. Ältere Transponder senden immer den gleichen Code.

Die Kupferwicklung der Antenne im Transponder arbeitet wie die Sekundärspule in einem Transformator, durch sie wird die für den Sendebetrieb benötigte Versorgungsspannung erzeugt.

Darum funktionieren diese Teile auch nur im Nahbereich und auch nur dann störungsfrei wenn keinen größeren Metallgegenstände in der näheren Umgebung der Transponderspule befinden.

Die für den Sendebetrieb des Transponder erforderliche HF Spannung wird über ein von der Empfängerantenne ausgestrahltes HF Spannungsfeld erzeugt. Der Gleichstrom aus der Bordspannung wird dazu über die Elektronik der Wegfahrsperre zerhackt und im unteren Kiloherzbereich auf die Ringantenne gegeben, die sich am Zündschloss befindet. Das dadurch erzeugte induktive Magnetfeld regt die Spule im Transponder an und erzeugt so im Transponder eine Spannung von etwa 3 - 5 Volt.

Neuere Transponder kommen mit geringeren Spannungen aus, sie sind von der Bauform her dann auch wesentlich kleiner. Das abgebildete Glasröhrchen ist ja praktisch so lang wie das Plastikteil vom Schlüssel.

Liegt das HF Spannungsfeld an, dann sendet der Transponder über die kleine Kupferspule seine Kennung, dass Funk Signal wird von der Ringantenne am Zündschloss empfangen und über ein Kabel an das Elektronikmodul übermittelt. Stimmt der übermittelte Code mit den in der Wegfahrsperre gespeicherten Daten überein, gibt das Modul die erforderliche Freigabe an die Motorsteuerung weiter und man kann den Motor starten.

Die Funktionsweise entspricht in weiten Teilen grundlegend den Scannern die im Tierbereich angewendet werden. Mit so einem Tierchip Lesegerät könnte man theoretisch auch den Transponderchip auslesen, natürlich nur in so fern das Leseprotokoll passt.

Weil das ganze System so empfindlich gegen äußere Einflüsse ist, kommt es manchmal vor das die Wegfahrsperre sich nicht deaktivieren lässt. In so einem Fall ist meistens ein leistungsstarker Sender in der direkten näheren Umgebung, dieser überlagert dann das sehr schwache Signal vom Transponder.

Falls das mal der Fall sein sollte reicht es meistens aus den Wagen einfach 50 Meter weiter schieben, oder ziehen lassen, schon funktioniert der Transponder wieder und deaktiviert die Wegfahrsperre. Beim Handsender der Zentralverriegelung ist das übrigens auch oft so der Fall, auch da hilft es den Standort vom Fahrzeug zu verändern.

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Mopar_Driver



Anmeldungsdatum: 08.12.2015
Beiträge: 250
Wohnort: Leimen

BeitragVerfasst am: 09.08.2017 06:22    Titel: Antworten mit Zitat

VO940 hat Folgendes geschrieben:
Das neue Zündschloss schaut auf den Fotos aus als ob es nur der Schlieszylinder wäre mach nicht den Eindruck das da noch el. Bauteile dran sind.
Hat es schon jemand mal getauscht?


Dann ist die Elektronik in der nähe untergebracht und greift so das Transpondersignal der WFS auf. Noch eins, das neue Schloss hat die gleiche Schlüsselcodierung wie jetzt? Heißt in das neue Schloss passen die alte Schlüssel oder hast du neue?

Edit: Gelesen dass es ein gebrauchtes ist. Würde das Schloss mal ausbauen und mit WD 40 fluten. Bei unserer Haustür hat das wunder bewirkt. Da kam eine richtig schwarze Brühe raus.

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VO940



Anmeldungsdatum: 13.08.2015
Beiträge: 37
Wohnort: Mundelsheim

BeitragVerfasst am: 09.08.2017 07:38    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Morgen, danke für die schnelle und ausführliche Antwort.
Es handelt sich bei mir um einen "normalen" Schlüsselbart nicht um diesen speziellen Ford Schlüssel.

Ich werde dann mal das Schloss ausbauen und mir den Schließzylinder anschauen ggf. Fotos machen.

Wenn ich das richtig verstanden habe muss ich die Stifte welchen nicht weit genug durch den verschlissenen Schlüssel herausgedrückt werden einfach nachfeilen um den Schlüsselverschleiss zu egalisieren.?

Könnte man gegebenenfalls die Wegfahrsperre vom gebrauchen auto übernehmen oder einen "neuen" Transponder anlernen? Oder ist es im Steuergerät hinterlegt. Es geht darum dass wir nur noch einen Schlüssel haben, das hat bisher zwar auch funktioniert aber evtl gib es da eine Lösung.

Danke und Grüße

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Wolfgang G.
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Anmeldungsdatum: 01.08.2005
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Wohnort: bei Northeim,Südniedersachsen

BeitragVerfasst am: 09.08.2017 08:22    Titel: Lenkeinheit Antworten mit Zitat

Hier noch zwei Bilder zu den Schlüsseln/WFS ab 98.

1.Bild: Ford-Schlüssel mit und ohne (bis 97) Transponder.

2.Bild:Lenkeinheit von der Unterseite.
Zu sehen:
-Halb herausgezogenes Lenkschloss.
Dazu Lenkschloss auf Zdg. "Ein" stellen,Dorn an roter Umrandung eindrücken und Schloss ziehen (vorher Batterie abklemmen).
-Hellgrüner Zündschalter.
-Gegenstück (Empfangsseite) zum Schlüssel-Transponder mit dem Siemens-Chip.

Wolfgang

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Wolfgang G.
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Anmeldungsdatum: 01.08.2005
Beiträge: 5319
Wohnort: bei Northeim,Südniedersachsen

BeitragVerfasst am: 09.08.2017 15:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hier noch ein Bild zum fest eingebauten Sender/Empfänger der WFS.

Wolfgang

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Wanne V8



Anmeldungsdatum: 14.02.2017
Beiträge: 470
Wohnort: Herne

BeitragVerfasst am: 09.08.2017 16:35    Titel: Antworten mit Zitat

Du hast also einen Standartschlüssel, dass ist prima, denn du kannst das Schloss selber aufarbeiten! Du must dir nur noch die passenden Filme im Netz ansehen um zu erfahren wie man den Schließzylinder demontiert. Es gibt viel Bild und Filmmaterial, also einfach mal schauen, oder halt intuitiv arbeiten!

Es werden im KFZ Bereich keine Stifte vom Schlüsselbart heraus gedrückt, sondern es werden kleine Messing Schließbleche heraus gedrückt. Diese Schließbleche haben seitlich kleine Federn die zum herausdrücken gedacht sind, also bitte aufpassen das du die Federn nicht verlierst, für den Fall das du den Schlüssel für weitere Arbeiten aus dem Zylinder ziehen möchtest.

Diese Schließbleche sind etwa 5mm breit und leicht abgerundet. Sind sie verschlissen kann man den Zylinder nur noch sehr schlecht im Schloss drehen. Man kann den Zylinder bei eingesteckten Schlüssen aus der Schließzylindermechanik heraus ziehen, dazu muss eine Sperrvorrichtung umgangen werden. Das kann eine Ring hinten am Schließzylinder sein, oder seitlich wird ein Stahlstift durchgeschoben, da musst du hat schauen wie es bei dir gelöst ist. Heraus gezogen werden muss das Teil das sich im Schloss drehen kann, also der Teil in dem der Schlüssel steckt.

Zum nacharbeiten würde ich die Schließbleche auch dem Zylinder nehmen, also den Schlüssel heraus ziehen. Wenn du Angst hast das es nachher nicht mehr passt, dann kann man die zu weit überstehenden Schließbleche auch mit einer Minibohrmaschine und einem Schleifpapieraufsatz abtragen. Am besten dazu geeignet ist ein Schleifzylinder. Man kann auch mit einer Schlüsselfeile arbeiten, dazu müssen die Schließbleche aber in einem kleinen Schraubstock eingespannt werden.

Wenn deine Arbeit Erfolg hat stehen die Schließbleche alle in einer Höhe und stehen nicht über die Zylindermechanik über, schon funktioniert dein Schloss wieder so gut wie am ersten Tag und du hast keinen Cent ausgeben müssen!

Du kannst auch die Schließbleche aus einem anderen alten Schloss übernehmen, so lange die Schließbleche die richtige Tiefe haben. Man kann es erkennen, oder nachmessen. Am besten geeignet sich Bleche die zu weit in die andere Richtung heraus stehen, bei diesen kann man mit einer kleinen Schlüsselfeile den Schlitz im Fenster etwas tiefer feilen, eben so weit bis es richtig passt. Man macht aus einem falschen Schließblech also ein passendes Schließblech. Auf diesem Weg wird auch dir originale Sicherheit vom Schloss erhalten. man kann zum Umbau auch die Schließbleche von einem Tür-, oder Heckklappen- Schließzylinder nutzen, die müssten eigentlich mechanisch identisch sein.

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anncarina
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Anmeldungsdatum: 28.06.2007
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BeitragVerfasst am: 10.08.2017 08:14    Titel: Antworten mit Zitat

Der rot Markierte Bereich aus Wolfgangs Foto ist die Halte Kugel des Zylinders.
Einfach die Verkleidung abnehmen und den Schlüssel auf die erste Raste drehen.
Dann am Schlüssel wackeln/drehen und gleichzeitig die Kugel nach innen drücken.
Man merkt eine Stellung an der die Kugel deutlich nachgibt.
In dieser Stellung halten, die Kugel ganz reindrücken und dann den Zylinder rausziehen.
Ist relativ einfach.

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VO940



Anmeldungsdatum: 13.08.2015
Beiträge: 37
Wohnort: Mundelsheim

BeitragVerfasst am: 10.08.2017 22:12    Titel: Antworten mit Zitat

vielen dank euch für die sehr ausführlichen Antworten. Heute habe ich mich daran versucht und bin leider gescheitert.
Das Schloss habe ich sofort herausbekommen. Nach einer kleiner Weile auch (durch das drucken der Kugel) zerlegt.
Das herausnehmen der Messingblättchen was mir zu Risikoreich sodass ich diese nachgefeilt habe. Leider was das ohne Erfolg nach mehrmaligen nachfeilen hackt das Schloss komplett und lässt sich gar nicht mehr zerlegen. Da war ich wohl zu eifrig oder zu ungenau.
Zum Glück ist es bereits ausgebaut.
Von einem Mitglied bekomme ich ein Schlosssatz mit 2 Schlüsseln im Moment habe ich aber lediglich nur 1 Schlüssel mit Transponder diesen ich wohl tauschen muss, kann man die Transponder einzeln bestellen? Wahrscheinlich nur in Verbindung mit einem neuen Schlüssel.

Danke euch noch ein mal

Viele Grüße Vladi

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Wanne V8



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BeitragVerfasst am: 10.08.2017 23:47    Titel: Antworten mit Zitat

Schade das du beim Reparaturversuch der Schließung keinen Erfolg hattest. Möglicherweise hast du was falsch gemacht. Ich habe leider keine Schließbleche zur Hand um Bilder zu machen. Die Vorgehensweise hatte ich ja beschrieben, so hätte es klappen müssen. Da kann man wohl nichts machen. Vermutlich ist die beim Feilen der Abrieb ins Schloss gefallen, oder die Bleche klemmen jetzt im Zylinder.

Wenn du nur einen originalen Schlüssel hast, dann ist es dir selber wohl nicht möglich einen neuen Schlüssel (Transponder) anzulernen.

Ich habe dazu einige Sachen im Netz gefunden und da wird immer von zwei Werksschlüsseln gesprochen.

Den einen Schlüssel kannst du ja nutzen mit deinem eigenen Transponder, den zweiten wirst du wohl anlernen lassen müssen.

Ganz genau beantworten kann ich dir das aber leider nicht, weil ich keinen Explorer fahre. Bei meinem Windstar und bei meinem Expedition sind die gleichen Schlüssel vorhanden, ausprobieren kann ich es aber nicht weil die Schließungen unterschiedlich sind. Die Schlüssel müssen in jedem Fall gedreht werden können, dass klappt zum ausprobieren jetzt natürlich nicht.

Ich habe folgendes im Netz gefunden:

Codieren der Wegfahrsperre
•Ersten Werksschlüssel ins Zündschloss, in Stellung II und zurück und wieder raus
•Zweiten Werksschlüssel ins Zündschloss, in Stellung II und zurück und wieder raus
•Codiermodus jetzt aktiv, 10 Sekunden Zeit
•neuen Schlüssel mit FB ins Zündschloss, in Stellung II und zurück und wieder raus
•einige Sekunden warten
•Schlüssel einsatzbereit

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Zuletzt bearbeitet von Wanne V8 am 11.08.2017 22:43, insgesamt einmal bearbeitet
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Anmeldungsdatum: 13.08.2015
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Wohnort: Mundelsheim

BeitragVerfasst am: 11.08.2017 06:05    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Morgen, es war alles sehr ausführlich beschrieben aber wohl ist was schief gelaufen.

Ich habe den Fehler gemacht die Blättchen einzufetten jetzt sind diese wohl verklebt. Ich werde es nachher mit Druckluft ordentlich Bremsenreiniger und dann wieder Kriechöl sauber machen vielleicht kann man es ausspülen.
Kann man zu viel wegfeilen? Das einzige was ja passieren kann ich dass das schloss gar nicht mehr einrastet bzw. sperrt oder habe ich da wieder ein Denkfehler.

Bezüglich der Wegfahrsperre werde ich mal direkt bei Ford nachfragen evtl. haben die Jungs eine Idee bzw. noch ein Lese-Schreibe gerät.

Viele Grüße

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