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Prins ValveCare Verteilerblock und Y-Anschluss abdichten!

 
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Wanne V8



Anmeldungsdatum: 14.02.2017
Beiträge: 356
Wohnort: Herne

BeitragVerfasst am: 25.10.2017 23:26    Titel: Prins ValveCare Verteilerblock und Y-Anschluss abdichten! Antworten mit Zitat

Von einigen Leuten aus meinem Bekanntenkreis habe ich in letzter Zeit immer wieder mal davon gehört das die Verteilerblöcke und die Y-Anschlüsse vom Prins Valve Care System gerne mal undicht werden und dann das Additiv dort heraus kommt und in den Motorraum tropft. Für dieses Problem gibt es aber eine Lösungsmöglichkeit!

Undicht sind nämlich nicht die blauen Stecker, sondern die darunter versteckte O-Ring Dichtung und die Leitung selber. Genau genommen ist es so, dass die Leitung selbst hauptsächlich für die Undichtigkeit verantwortlich ist. Die Leitung ist aus Kunststoff und kann im Lauf der Zeit deformiert werden. Die Leitung wird also durch die Motorwärme und den Druck den der O-Ring erzeugt im Lauf der Zeit ein wenig zusammen gedrückt, der Durchmesser verringert sich dabei geringfügig an der Stelle wo der O-Ring das System abdichtet und kann infolgedessen die Leitung irgendwann nicht mehr richtig abdichten. Das ist auch das einzige Problem was für die Undichtigkeit verantwortlich ist und was noch viel wichtiger ist, man kann es beheben!

Den blauen Deckel kann man abnehmen, in den meisten Fällen übersteht er das aber nicht, die kleinen Plastiknasen an den Seiten brechen ab. Darunter verbirgt sich ein Kronenring, dieser klemmt jeweils im Y-Adapter, beziehungsweise im Verteilerblock fest und hält mit den kleinen Häkchen den Kunststoff Schlauch an seinem Platz. Den Kronenring könnte man heraushebeln, dann ist er aber verbogen und kann den Schlauch nicht mehr festhalten. Den O-Ring könnte man mit einem spitzen Gegenstand entnehmen, man kann ihn also auch austauschen.

Was aber viel wichtiger ist, dass wäre die Tatsache das die Undichtigkeit nicht vom O-Ring kommt, sondern daher stammt das die Plastikleitung im Bereich wo der O-Ring darauf drückt ihren Durchmesser etwas verringert hat, der Schlauch hat also rundherum eine kleine Delle. An dieser Delle im Schlauch kommt es dann auch zur Undichtigkeit. Die Dichtringe kann man leider nicht mal eben schnell auswechseln, es sei denn man arbeitet mit einer Lupe und einem winzigen Werkzeug, um damit den Dichtungsring zu entnehmen.

In den Injektoren sind keine Ventile verbaut, oder etwas ähnliches, man kann also vom Schlauchzugang bis in den Verteiler hinein schauen. Gegendruck baut sich immer nur dann auf wenn der Injektor der Gasanlage sich öffnet und das Gas einströmen lässt, dass ist auch der Moment wo das Additiv seitlich am Schlauch vorbei heraus gedrückt werden kann.

Es gibt im Prinzip zwei Lösungsmöglichkeiten! Für die eine sollte man bei der Montage gleich 5 cm mehr Schlauchlänge einplanen, um später genug Schlauchlänge zu haben um den zwangsläufig irgendwann deformierten Schlauch ein kleines Stück abzuschneiden. Allerdings kann man den Schlauch nicht so ohne weiteres aus den Y-Adaptern, beziehungsweise aus dem Verteilerblock heraus ziehen, die kleinen Haken vom Kronenring verhindern das ja.

Geht man mit etwas Gewalt dran bekommt man ihn aber heraus gezogen, versuchen sollte man das aber mit einer kleinen Zange, also nicht wie wild am Schlauch reißen. Bleibt der Kronenring funktionstüchtig, dann reicht es meistens aus den Schlauch ein Stück zu kürzen und wieder einzusetzen. In den meisten Fällen biegen sich die kleinen Häkchen ein wenig nach außen, mit den originalen Stiften, die bei der Auslieferung im Verteilerblock stecken. Kann man die Kronenringe aber wieder in die richtige Richtung biegen, hat man diese Stifte nicht, dann muß man es halt ohne diesen Arbeitsschritt versuchen. Es muß also alles das was vom Schlauch jetzt beschädigt ist, auch den Bereich vom Schlauch den ihr mit der Zange demoliert habt, gekürzt und abgeschnitten werden. Das geht aber nur wenn bei der Montage genug Schlauchlänge für so eine Aktion eingeplant wurde. Hält der Kronenring nicht mehr, dann geht es gleich weiter zum Versuch mit dem Klebstoff. Die Schläuche kann man nach kaufen, wenn das mit dem kürzen nicht mehr klappen sollte.

Man kann den Schlauch natürlich auch einkleben, dafür wäre ein 2-K Kleber gut geeignet. Man muß aber alle Teile gut reinigen und mit Bremsenreiniger entfetten, andernfalls wird der Kleber kaum halten. Was auch geht ist den blauen Deckel abzuhebeln, alles gut reinigen und entfetten, dann Sekundenkleber einbringen, den blauen Decke wieder drauf schieben und den Sekundenkleber mit Aushärtungsbeschleuniger zum aushärten bringen. Nach wenigen Sekunden ist die Verbindung wieder dicht, ohne den Schlauch entfernen zu müssen. Man kann den Schlauch auch kürzen, den verbogenen Kronenring herausnehmen und den Schlauch komplett einkleben und von dem blauen Plastikteil führen lassen. Möglichkeiten gibt es ja genug.

Wenn man weiß wie es geht braucht man nicht viel Geld auszugeben, schon mal gar nicht für neue Teile, man muß nur ein wenig basteln. Dichtmasse würde ich nicht benutzen, denn das gibt nur eine große Sauerei, ohne Gewissheit zu haben das es auf Dauer dicht bleibt. Aber wie schon beschrieben, in den Y-Adaptern sind keine Kugelventile mit Feder drin, da kann man nicht all zu viel falsch machen. Nach allen Arbeiten ist aber dringend anzuraten die Dichtheit der Anschlüsse zu überprüfen, also sicher zu stellen das weder Gas, noch Additiv nach der Reparatur dort austreten.

Wer sich das nicht zutraut sollte lieber die Finger davon lassen und für viel Geld neue Teile einbauen lassen. Jeder halt so wie er kann und wie es finanziell machbar ist!

Ich habe mir am Dienstag einen Prins Valve Care 8 Zylinder Verteiler für meinen Wagen gekauft. Kostenpunkt knapp über 100 Euro. Es ist das Set mit den Y-Adaptern zum einsetzten in die bestehenden Schläuche zwischen Injektor und Düse. Es gibt das System auch optional mit eigener Düse, aber da ist der Aufwand um vieles größer. Neben dem ganzen Kleinzeug ist ein 8m langes Schlauchstück dabei, damit kann man schon gut was bei der Montage erreichen.

Bei der Montage ist es ganz wichtig das die abgeschnitten Schlauchstücke vorne abgerundet werden und nicht scharfkantig sind. Macht man das nicht werden die Gummidichtungen schon bei der Montage eventuell beschädigt, da braucht man sich später nicht über eine frühzeitige Undichtigkeit wundern.

Bisher war bei mir das Prins Elektronik Valve Care System nur über einen zentralen Zugang mit der Ansaugbrücke verbunden, dass stellt aber nicht sicher das überall gleich viel von dem Additiv ankommt. Ich habe letzte Tage mal mit einem hochwertigen Endoskop (4-Weg Sonden Endoskop) den gesamten Ansaugtrakt, bis hin zu den Einlassventilen überprüft, da konnte ich feststellen das nicht alle Rohre vom Ansaugkrümmer von innen gleich stark mit der leicht Öl artigen Schicht vom Additiv überzogen sind.

Ich habe beim Kauf gleich mal nachgefragt was man gegen die Undichtigkeiten machen kann, als Antwort bekam ich das einkleben, oder abdichten mit Dichtungsmasse die passenden Möglichkeiten sind.

Die beiden Metallstifte benötigt man übrigens um die Häkchen der Kronenringe in die richtige Richtung zu drücken, bevor man den Plastikschlauch hinein schiebt. Man sollte auch immer einen kleinen Tropfen Öl hinzu geben, um den Schlauch leichter durch den O-Ring drücken zu können. Der Kronenring lässt sich auch nicht drehen, dass sollte man beachten wenn man den Schlauch ansetzt, spätere Korrekturen sind also praktisch unmöglich!













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2002er Ford Expedition, Eddie Bauer Edition, 5,4L Triton V8, 2WD, 275/60/R17, Air Ride System, 3,55er Achse mit Limited Slip, 3,5t AHK.
KME NEVO Pro Gasanlage, Hana Gold Ventile, 103L Gastank, Prins ValveCare Elektronik Ventilschutz mit nachfüllbarer Additivflasche
Hypertech Max Energy Power Programmer Leistungssteigerung plus weitere Programmierung auf 95 Oktan (+ 20PS + 20Nm)


Zuletzt bearbeitet von Wanne V8 am 26.10.2017 17:06, insgesamt einmal bearbeitet
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Anmeldungsdatum: 28.06.2007
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Wohnort: Schöffengrund

BeitragVerfasst am: 26.10.2017 11:38    Titel: Antworten mit Zitat

Interessanter Bericht. Danke
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