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Explorer4x4.de Foren-Übersicht -> Lexikon Aktuelles Datum und Uhrzeit: 16.08.2017 22:31
Explorer4x4-Lexikon
Begriffserklärungen rund um den Ford Explorer. Hier können Sie neue Beiträge für das Lexikon vorschlagen!
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5R55E 
Das 5R55E-Getriebe ist ein voll elektronisch gesteuertes Fünfgang-Automatikgetriebe von Ford, das mit dem SOHC-Motor ab 1997 zum Einsatz KAM. Das Getriebe ist der Nachfolger des A4LD-Getriebes des Ford Explorer mit OHV-Motor.
A4LD 
Das A4LD (Automatic 4-Speed Lockup OverDrive) wurde erstmals ab 10/84 im Sierra angeboten. Scorpio-Fahrzeuge besitzen - je nach Modelljahr - das A4LD, das teilelektronische A4LD(e), oder das "vollelektronische" A4LDE. Seit 1991 werden A4LD, A4LDE (später im Explorer 4R55E genannt) und 5R55E (5-Gang-Version) auch im Ford Explorer verbaut.

Das A4LD basiert grundsätzlich auf dem bewährten C3-Automatikgetriebe, mit dem Unterschied, dass im Zuge der Kraftstoffeinsparung zwei drehzahlreduzierende Komponenten ergänzt wurden: die Wandlerüberbrückungskupplung ("Lockup") und ein zusätzlicher Planetensatz für den Overdrive (4. Gang, Schongang).

Auch das A4LD kann - trotz gegenteiliger Verlautbarungen - ein zuverlässiger und langlebiger Partner sein, der das Fahren bei hohem Komfort um einiges angenehmer macht. Voraussetzung hierfür sind jedoch einige "Spielregeln":

1. In den Wählhebelpositionen "P" und "N" darf der Motor nicht über 3000 1/min gedreht werden! Höhere Drehzahlen können zu Schäden am Getriebe führen! Bei einigen Modellen mit A4LDE ist die Motordrehzahl im Leerlauf daher elektronisch begrenzt.

2. Das Einlegen eines Fahrbereiches aus den Positionen "P" oder "N" heraus darf nur bei Leerlaufdrehzahl erfolgen! Wird ein Fahrbereich angewählt und gleichzeitig bereits Gas gegeben, so kann dies zu einer unmittelbaren Zerstörung des Getriebes führen - mit Sicherheit jedoch zu Folgeschäden!!!

3. Ist beim Einlegen eines Fahrbereiches kein Einschaltstoß feststellbar (kein Vortrieb), dann darf dieser unter keinen Umständen durch Gasgeben provoziert werden!!! Diese Vorgehensweise könnte zu einer unmittelbaren Zerstörung des Getriebes führen - mit Sicherheit jedoch zu Folgeschäden!
Bitte in diesem Fall zunächst den Ölstand des Getriebes prüfen und ggf. fehlendes ATF ergänzen. Führt dies nicht zum Erfolg, dann Fahrzeug stehen lassen bzw. abschleppen.

4. Abschleppen bei stehendem Motor ist nur bis zu einer maximalen Entfernung von 50 km zulässig. Die Schleppgeschwindigkeit darf dabei 50 km/h nicht überschreiten - längere Strecken oder höhere Schleppgeschwindigkeiten führen zwangsläufig zu schweren Getriebeschäden! Soll das Fahrzeug über eine längere Distanz abgeschleppt werden, dann muß entweder der Motor dabei laufen (Getriebeölpumpe muß arbeiten!), die Hinterachse des Fahrzeuges muß angehoben sein oder die Kardanwelle ist auszubauen.

5. Der Getriebeölstand muss bei laufendem Motor in betriebswarmem Zustand immer zwischen MIN und MAX liegen. Fehlendes Getriebeöl ist umgehend zu ergänzen! Mischen mit Fremdprodukten oder auch ATF nach anderen Ford-Spezifikationen kann zu schweren Getriebeschäden führen!

6. Wartung und Pflege

Der Getriebeölstand wird wie folgt geprüft:
  • Motor und Getriebe auf Betriebstemperatur bringen, die Temperatur des ATF sollte ca. 65° C betragen.
  • Fahrzeug auf ebenen Boden stellen, Handbremse anziehen und Fußbremse betätigen.
  • Bei Leerlaufdrehzahl des Motors alle Fahrbereiche dreimal durchschalten.
  • Wählhebel in Position "P" legen und mindestens eine Minute warten!
  • Bei Leerlaufdrehzahl des Motors Ölmeßstab herausziehen, mit einem sauberen nicht flusenden Lappen abwischen, wieder bis zum Anschlag einführen und nochmals herausziehen: der Ölstand muß jetzt zwischen MIN und MAX liegen.
  • Falls erforderlich Original - Ford - ATF der entsprechenden Spezifikation (s.o.) nachfüllen oder zuviel eingefülltes ATF mit einem Schlauch durch das Meßstabrohr absaugen!


MERKE: ein Automatikgetriebe verbraucht kein Öl! Wenn der Ölstand unter MIN liegt, dann muß der Ursache unbedingt auf den Grund gegangen werden - ist keine äußere Undichtigkeit festzustellen, dann muß die Unterdruckdose am Getriebe auf Dichtheit überprüft werden. Mängel müssen abgestellt werden, sonst ist mit Folgeschäden zu rechnen!
Wurde der Wagen gebraucht gekauft und das Automatikgetriebe leidet unter Ölverlust, dann ist es immer möglich, daß der Vorbesitzer falsches ATF von der Tankstelle nachgefüllt hat - in diesem Fall rate ich (um Folgeschäden zu vermeiden) zu einem sofortigen Getriebeölwechsel!

7. Entgegen den Ford-Vorschriften empfiehlt es sich alle 45.000 km einen Getriebeölwechsel durchzuführen.

8. Das vordere und das mittlere Bremsband sollten entgegen der alten Ford-Vorschriften alle 30.000 bis 40.000 km eingestellt werden! Das hintere Bremsband (nur für den Rückwärtsgang bzw. für den ersten Gang in Wählhebelposition "1" - nicht in "D" oder "DE" - zuständig) ist nicht einstellbar bzw. kann nur durch Austausch des Servokolbens eingestellt werden.
A4LDE 
siehe A4LD

4 Gang Automatikgetriebe im Ford Explorer
ABS 
ABS = Anti Blockier System

System das die Raddrehzahl misst und bei blockieren eines Rades die Bremse so weit löst das das Rad wieder dreht und in der Lage ist Lenkbewegungen zu übertragen.
AC 
A/C = Air Condition = Klimaanlage

System zur Aufrechterhaltung eines Raumklimas unabhängig von Reinheit Feuchtigkeit und Temperatur der Außenluft
AGR 
AGR = Abgasrückführung.
Erklärung siehe EGR
Allradantrieb 
Für Explorer ab Modelljahr 1995 siehe Control Trac 4x4
anncarina.de 
Anbieter für gebrauchte Ersatzteile für den Ford Explorer: Link
API 
API = American Petroleum Institute = Amerikanisches Öl Institut.

Das API gibt verbindliche Spezifikationen für die Leistungsfähigkeit von Ölen heraus
Es gibt 2 ( für PKW relevante ) API Klassen.
S ( wie Service ) bezeichnet Schmierstoffe für Benziner und C ( wie Commercial ) Schmierstoffe für leichte Dieselmotoren.
Da die Öle immer neue Anforderungen erfüllen mussten wurden die Spezifikationen ( in alphabetischer Reihenfolge ) immer weiter "spezialisiert". Und so folgte z.B. auf SA das Kürzel SB. Aktuell sind die modernsten Öle so bei SN für Benziner und CJ für Diesel.
ARC 
ARC = Auto Ride Control = Automatischer Niveau Ausgleich.

Selbsttätiger Niveauausgleich ( in Deutschland nur an der Hinterachse verbaut um die LWR einzusparen )
ATF 
ATF = Automatic Transmission Fluid = Automatikgetriebeöl.

ATF ist ein spezielles, auf den jeweiligen Einsatzzweck abgestimmtes Öl.
Es muss druckfest, schmierstabil und kühlend sein.
Im Explorer Automatikgetriebe ist MERCON V vorgeschrieben.
Automatikgetriebe 
Der Ford Explorer ist in Deutschland ausschließlich mit Automatikgetrieben aus eigener Produktion (Getriebewerk in Bordeaux) verkauft worden:
  • Getriebe Typ A4LD (4-Gang), 4.0-Liter-V6 OHV-Motor mit 165 PS, verkauft im Explorer der Modelljahre 1993 und 1994
  • Getriebe Typ A4LDE, später umbenannt in 4R55E (4-Gang), 4.0-Liter-V6 OHV-Motor mit 156 PS, verkauft im Explorer der Modelljahre 1995 bis 1997).
  • Getriebe Typ 5R55E (5-Gang), 4.0-Liter V6 SOHC-Motor mit 204,205 und 207 PS, verkauft im Explorer der Modelljahre ab 1997.

Automatikgetriebe sind konstruktionsbedingt empfindlicher und komplizierter als manuelle Schaltgetriebe und nicht vor Verschleiß immun, erst recht nicht in dieser Gewichts- und PS-Klasse. So verfügt z.B. jedes herkömmliche Automatikgetriebe über 'Bremsbänder', die für den Gangwechsel und (simpel ausgedrückt) die Überwindung der Drehzahldifferenzen zwischen den Gängen sorgen – diese werden umso mehr beansprucht, je größer die Drehzahldifferenzen zwischen den Gängen sind. (Starkes Beschleunigen = hohe Drehzahlunterschiede = hoher Verschleiß).

Fahrweise, Einsatzbedingungen (z.B. Anhängelasten) und Wartung wirken sich also direkt auf die Haltbarkeit des Automatikgetriebes aus. So ist ein Getriebeölwechsel alle 45.000 km angeraten, auch wenn Ford in Deutschland einen Getriebeölwechsel nicht oder nur bei besonders schweren Einsatzbedingungen empfiehlt. Nach unseren Erkenntnissen ist ein regelmäßiger Getriebeölwechsel, der in den Wartungsanweisungen in den USA übrigens alle 30.000 Meilen vorgeschrieben ist, eine ganz wesentliche Voraussetzung für ein langes Getriebeleben.

Weitere Beschreibungen finden sich hier:

http://www.explorer4x4.de/viewforum.php?f=25
Benzin 
Der Explorer ist auf Normalbenzin ausgelegt und sollte beim Betrieb mit Normalbenzin weder klappern, klingeln, ruckeln oder sonstige Auffälligkeiten zeigen. Der Betrieb des Explorer mit Superbenzin, Super Plus oder gar "Shell v-power" bzw. "Aral Ultimate 100" hat bei Motoren in einwandfreiem Zustand keine Vorteile gebracht und ist überflüssig.
BOO 
BOO = Brake ON/OFF = Bremslichtschalter

Das Signal des Bremslichtschalters steuert nicht nur das Bremslicht sondern ist auch in einer Reihe von Modulen gebraucht. Z.B: Zur Freigabe der Parksperre oder bei der Getriebesteuerung
Brown Wire Mod 
Beschreibung siehe BWM
BWM 
BWM = Brown Wire Mod = Braunes Kabel Modifikation

Als BWM bezeichnet man das trennen der Steuerleitung des TOD Verteilergetriebes beim Explorer. Durch die Trennung ( meist mittels Schalter ) kann das GEM die Allradkupplung nicht mehr schalten. Das hat einen 2WD Betrieb bzw. das fahren mit reinem Heckantrieb zur Folge. Was wiederum ein gefährliches Fahrverhalten bei schwierigen Straßenverhältnissen nach sich ziehen kann. Daher wird der BWM im normalen Fahrbetrieb nicht empfohlen.
CANP 
CANP Canister Purge Solenoid Valve = Aktivkohlebehälter Reinigungs Magnetventil

Ventil das bei bestimmten Fahrt.- und Lastzuständen öffnet um gespeicherte Benzindämpfe auf dem Aktivkohlebehälter im Motor verbrennen zu lassen
CCS 
CCS = Coast Clutch Solenoid = Schubregelventil

Ventil im elektronisch gesteuerten Automatikgetriebe das für die Steuerung der Coast Clutch zuständig ist
CFC 
CFC = Chlorinated Fluoro Carbon = Fluorchlor Kohlenwasserstoff

Auch als FCKW bekannt
CJB 
CJB = Central Junction Box = Hauptstromverteiler. Grosser schwarzer Sicherungskasten im Motorraum
CKP 
CKP ( auch CPS) = Crankshaft Position Sensor = Kurbelwellenpositionssensor

Sensor zur Ermittlung der Kurbelwellenstellung. Wird zur Ermittlung des Zündzeitpunktes benötigt. Bei Defekt kein Zündfunke!
Control Trac 4x4 
Der Explorer ab Modelljahr 1995 verfügte erstmals in der Geschichte des Seriengeländewagenbaus über einen elektronisch gesteuerten Allradantrieb namens „Control Trac 4x4“.

Im Normalbetrieb wird die Kraft nur auf die Hinterachse geleitet. Erst wenn die Hinterräder durchdrehen, wird ohne Zutun des Fahrers die Vorderachse durch eine elektronisch gesteuerte Öldruck-Lamellenkupplung dosiert zugeschaltet, also umso mehr, je stärker die Hinterräder durchdrehen.

Hierbei handelt es sich um einen intelligenten Kompromiss zwischen manuell zuschaltbarem Allradantrieb (wie beim Vorgänger) und (sprit-fressendem) permanentem Allradantrieb. Alternativ kann auch reiner Heckantrieb (2WD) oder eine Geländewagenreduktion mittels Wahlschalter ausgewählt werden. Die automatischen Freilaufnaben des Vorgängers konnten entfallen.

Wichtig ist, dass man den Allradantrieb auf trockenem Grund nicht manuell zuschaltet, da insbesondere Kurvenfahrten ohne Ausgleichsdifferential zu Verspannungen und zu einer Beschädigung des Allradantriebs führen können.
CPS 
CPS = Camshaft Position Sensor = Nockenwellenpositionssensor

Induktivgeber zur Ermittlung des Motortimings.
Wird zur Ermittlung des Zündzeitpunktes heran gezogen
CPS 
Crankshaft Position Sensor Siehe CKP
Cruise Control 
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